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Zwei ausländische Center für mehr Gleichgewicht
Zwei ausländische Center für mehr Gleichgewicht Kaderbildung: Wollen die SCL Tigers einen Schritt in die richtige Richtung machen, dann benötigen sie zwei starke ausländische Mittelstürmer.
Sportchef Jörg Reber ist bereits seit einigen Monaten mit der Zusammensetzung der Mannschaft für die nächsten ein, zwei Jahre beschäftigt. Er hat Vertragsverlängerungen mit diversen Schlüsselspielern vorgenommen, dazu die drei Verteidiger Flurin Randegger (SC Bern), Yannick Blaser (Zug) und Philippe Seydoux (Langenthal) sowie die drei Stürmer Pascal Berger (SC Bern), Roland Gerber (Servette-Genf) und Raphael Kuonen (Rapperswil) verpflichtet. Ein Blick zurück auf die vergangene Saison zeigt mit aller Deutlichkeit was noch zu tun ist: zwei starke und erfahrene ausländische Mittelstürmer müssen für ein verbessertes Gleichgewicht zwischen Offensive und Defensive sorgen.

Die Mittelachse verstärken
«Die so oft zitierte Mittelachse», bestätigt Jörg Reber, «müssen wir verstärken. Das ist auch unser Ziel.» Selbst in den Playout-Direktbegegnungen zwischen den SCL Tigers und Biel, notabene den zwei schwächsten NLA-Mannschaften, war nicht zu übersehen, dass die Angriffs-
linien mit Chris DiDomenico, Claudio Moggi und/oder Tobias Bucher als Mittelstürmer zu viele gegnerische Chancen zuliessen. Die drei sind allerdings auch nicht gelernte Mittelstürmer und sollen durch ausländische Center ersetzt werden, die offensiv für Druck, gleichzeitig aber auch für mehr defensive Stabilität sorgen. Erfolgreiche Mannschaften werden weltweit seit vielen Jahren rund um mindestens sechs bis acht Führungsspieler der Extraklasse aufgebaut. Angefangen bei einem Nummer-1-Torhüter, je einem Offensiv- und Defensivverteidiger, zwei Mittelstürmern und den dazugehörigen Powerflügeln. Sie bilden den Kern einer Mannschaft, die Mittelachse eben, um die sich alles dreht wie Jörg Reber sagt. Er hat das Kader der nächsten Saison bereits um weitere zwei Powerflügel (Pascal Berger, Roland Gerber) ergänzt, jetzt fehlen noch zwei ausländische Center. Die Mittelstürmerposition des dritten und vierten Blockes ist bei den SCL Tigers mit Yannick Albrecht und Ewgeni Schirjajew besser besetzt als erwartet. Beide sind den deutlich höheren Anforderungen in ihrem ersten NLA-Jahr gerecht geworden und weiter entwicklungs-
fähig.

Der Ligaerhalt in nur 18 Tagen
Der Sportchef muss aber auch die Frage nach dem Headcoach beantworten. Der Mitte März für Benoit Laporte verpflichtete Scott Beattie hat Erstaunliches erreicht. Innerhalb von 18 Tagen formte der Kanadier aus einer völlig verunsicherten Verlierermannschaft ein selbstbewusstes Siegerteam, das vier der letzten fünf Playoutspiele gegen Biel gewann und sich den Liga-
erhalt sicherte. Mit relativ einfachen Mitteln gelang es dem NLA-Neuling Scott Beattie, einen Kollegen wie Kevin Schläpfer mit der Erfahrung aus drei Playoff- und fünf Playoutsaisons «auszucoachen». Keine
chaotischen Startdrittel mehr mit vorentscheidenden Rückständen, die Bestimmung eines Startinggoalies sowie Linienumstellungen, die nur noch an einer Hand abzuzählen waren. Scott Beattie suchte und fand zudem die Nähe der Spieler und bildete mit ihnen innert kürzester Zeit ein Team. Etwas, was Benoit Laporte während Monaten nicht gelang. Beattie war zum wichtigsten Zeitpunkt der Saison der richtige Mann am richtigen Ort. Ob dies für einen Vertrag im Emmental reicht, müssen die Verantwortlichen jetzt entscheiden. 
07.04.2016 :: Werner Haller
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