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Zuwarten bei den Gewässerräumen
Trub:

Der Gemeinderat stellt die Ausscheidung der Gewässerräume zurück. Zu gross war der Widerstand der Landwirte. Nun soll das Gespräch mit dem Kanton gesucht werden.

«Die hohe Anzahl der Eingaben im Mitwirkungsverfahren und das damit verbundene Risiko, dass die Landwirte die Vorlage an der Dezember-Gemeindeversammlung versenken, veranlasste den Gemeinderat, die Ausscheidung der Gewässerräume in der kommunalen Nutzungsplanung vorläufig zu sistieren.» So steht es in einer Medienmitteilung des Gemeinderates Trub. Im Auflageverfahren müsste mit vielen Einsprachen gerechnet werden. Angesichts dieser schwierigen Ausgangslage wolle der Gemeinderat das Traktandum nicht einfach durchdrücken, sondern die vielen Einwände der Bauern ernst nehmen. 

Trub ist insofern ein Sonderfall, als die meisten Gewässer der Gemeinde durch das im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) eingetragene Gebiet Napfbergland fliessen. Für Gewässer in diesem Gebiet muss zum Teil ein grösserer Gewässerraum ausgeschieden werden. Dieser wird nicht, wie sonst üblich, nach den Kriterien des Hochwasserschutzes bemessen, sondern nach einer strengeren Bemessungsart: der so genannten Biodiversitätskurve. Entsprechend grösser sind die Einschränkungen für die Bewirtschafter. 

Den Spielraum ausschöpfen

An der nächsten Gemeindeversammlung wird also nur über das Baureglement mit den neuen Begriffen und Messweisen im Bauwesen zu befinden sein. «Bei der Ausscheidung der Gewässerräume soll zuerst definitiv mit der kantonalen Genehmigungsbehörde geklärt werden, ob im BLN-Gebiet tatsächlich die Biodiversitätskurve zwingend angewendet werden muss», umreisst der Gemeinderat das weitere Vorgehen. Dies werde von Gemeinderatsseite – mit Unterstützung des Berner Bauernverbandes – vorerst einmal in Frage gestellt. «Die zuständigen Behörden werden ersucht, den vorhandenen Spielraum voll auszuschöpfen.» Bis der Gewässerraum umgesetzt sei, gelte das Übergangsrecht der eidgenössischen Gewässerschutzverordnung, schreibt der Gemeinderat.



23.05.2019 ::
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