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Zurück zu Sankt Nikolaus

 

Es ist noch nicht lange her, da hatte man den Eindruck, die Figur des Weihnachtsmanns habe jene des Bischofs Nikolaus endgültig aus der Öffentlichkeit verdrängt. Doch nun stelle ich da eine erfreuliche Bewegung fest, nämlich jene zurück zu den christlichen Wurzeln. Hier nun ein kurzer Blick zurück auf die Wurzeln des «Samichlaus» Brauchs. Auf vielen Ikonen der Ostkirche ist der Heilige Nikolaus abgebildet, vielleicht am häufigsten von allen Heiligen. Die Kirchengeschichte verzeichnet in jener Epoche zwei Personen mit dem Namen Nikolaus. Beide gelten als heilig: Der Bischof Nikolaus von Myra (lebte im vierten Jahrhundert) und Nikolaus von Sion, Bischof von Pinara (starb 564). Die griechische Kirche verehrte die beiden Bischöfe schon seit dem sechsten Jahrhundert. Im Abendland konzentrierte sich die Verehrung aber auf den Bischof von Myra. Nikolaus wurde wahrscheinlich 270 in dem kleinen Ort Patara in der Nähe von Myra in der heutigen Türkei geboren. Nikolaus war ein sehr gläubiger Mann, wurde Bischof von Myra und war am Hof von Kaiser Konstantin in Konstantinopel (heute Istanbul) hoch angesehen. Seine Verehrung beruht auf verschiedenen Legenden. Seine Gebeine wurden entführt und nach Bari in Süditalien gebracht und dort verehrt. 

Bischof Nikolaus, geistesverwandt mit Martin und Elisabeth von Thüringen, ging als schenkender, grosszügiger Mensch in die christliche Tradition ein. Als Bischof predigte er nicht nur die christliche Nächstenliebe, sondern praktizierte sie auch. 

Auf ihn, nicht auf den rotgewandeten Weihnachtsmann, geht auch der Brauch der Beschenkung durch den «Samichlaus» zurück. Seine Geschenke weisen auf den Geber aller guten Gaben hin, wie es Jakobus in seinem Brief schreibt: «Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben, vom Vater der Gestirne, bei dem es keine Veränderung und keine Verfinsterung gibt.»

06.12.2018 ::
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