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Zum Nationalfeiertag

Zum Nationalfeiertag wird regelmässig die Diskussion geführt, ob es noch zeitgemäss ist, dass die Bundesverfassung mit der Präambel beginnt: «Im Namen Gottes des Allmächtigen.» Was ist mit all denjenigen, welche nicht an Gott glauben? Ein Parlamentarier entgegnete daraufhin einmal sinngemäss: «Was wollt ihr denn sonst schreiben? Vielleicht im Namen des Parlamentes des Ohnmächtigen?» Die Tatsache, dass es verschiedene Gottesvorstellungen und Überzeugungen gibt, darf nicht dazu führen, dass man den Atheismus als scheinbar neutrale Weltanschauung in Staat und Gesellschaft propagiert und gleichzeitig Gott aus dem öffentlichen Leben verdrängen will. An Gottes Segen ist alles gelegen. Im Alten Testament der Bibel stellt sich Gott vor als der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Das heisst als der Gott, der mit konkreten Menschen in konkreten Lebenssituationen einen Bund geschlossen und Geschichte geschrieben hat. Er sagt, dass bei ihm Freiheit ist, Leben, Licht, Wahrheit, Gerechtigkeit, Weisheit. Folglich nimmt dort, wo Gott im privaten oder öffentlichen Leben ausgeschlossen wird, das Gegenteil überhand: Unfreiheit, Tod, Lüge (Fakenews), Ungerechtigkeit, Ratlosigkeit. Der biblische König David bringt es in Psalm 33, Vers 12 wie folgt auf den Punkt: «Wohl dem Volke, dessen Gott der Herr ist, der Nation, die er sich zu eigen erwählt hat.»   

Was heisst das für uns Christen? Anstatt über unsere Politiker zu klagen, sollen wir für sie beten. Wir dürfen Verantwortungsträger segnen und sie der Weisheit Gottes anbefehlen. Wo es dran ist, selber ein Amt oder eine Aufgabe zu übernehmen, dürfen wir das mutig und gleichzeitig mit dem nötigen Respekt tun in der Haltung: «Im Namen Gottes des Allmächtigen.»

31.07.2019 :: Herbert Held, reformierter Pfarrer, Röthenbach
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