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Zimmerei Hirschi baut neue Halle
Trub:

Die Zimmerei Hirschi AG plant im Längengrund den Bau einer grossen Abbundhalle. Der ganze Betrieb soll inskünftig an diesem Standort konzentriert werden.

Die Zimmerei Hirschi wirkt zurzeit an zwei Standorten in Trub: an der Sägegasse und im Längengrund. Die 1997 gegründete Firma ist stetig gewachsen und beschäftigt mittlerweile 61 Mitarbeitende, davon 16 Lernende. «In den Produktionsräumen herrschen enge Platzverhältnisse und die Arbeit an zwei Standorten ist nicht optimal», sagt Jürg Hirschi, Inhaber und Geschäftsführer der Zimmerei. Er ergänzt, dass er eine betriebsinterne Projektgruppe zusammengestellt habe. Diese habe Lösungen für eine Optimierung der Arbeitsprozesse vorgeschlagen. Daraus hätten sich auch die notwendigen baulichen Massnahmen ergeben.

Herzstück Abbundhalle

Als Hauptbau der Zimmerei Hirschi ist eine 78 mal 30 Meter messende Produktionshalle – in der Zimmermannssprache heisst diese Abbundhalle – geplant. «In diesem Bau wird gefräst und gebohrt, damit das Holz für ein zügiges Verbauen auf der Baustelle vorbereitet ist», erklärt Jürg Hirschi. Die Halle soll aus betrieblichen Gründen ohne Stützen gebaut werden, das sei eine besondere Herausforderung. Der Zimmermeister schätzt, dass für die Erstellung dieses Neubaus wohl gegen 500 Kubikmeter Rundholz nötig seien, «selbstverständlich Holz aus hiesigen Wäldern. Für einen Industriebau können auch Burglind- oder Käferholz verwendet werden», fügt er an.

Ab 2021 alles im Längengrund

Mit dem Hallenbau soll nach dem Erhalt der Baubewilligung sofort begonnen werden. Im Idealfall werde diese als Festwirtschaft für das Emmentalische Schwingfest vom kommenden Mai dienen, meint Jürg Hirschi als Bauchef dieses Anlasses mit einem Augenzwinkern. Anschliessend würden die Maschinen im Längengrund von der bestehenden in die neue Halle gezügelt. Das danach leerstehende Gebäude werde zu Büro- und Personalräumen umgebaut, erklärt Jürg Hirschi den Ablauf der verschiedenen Bauetappen. Für 2021 sei dann der Umzug des Betriebsteiles Sägegasse und der dortigen Büros in den Längengrund geplant. 

Jürg Hirschi ist überzeugt, dass sich die Konzentration des Betriebes auf einen Standort lohnen wird. Er hält abschliessend fest, dass es im Wesentlichen darum gehe, seinen Betrieb und die Arbeitsplätze langfristig zu sichern und das Bauen mit Holz aus der Region voranzutreiben. «Holz boomt, und damit können wir auch einen Beitrag zur Verjüngung der Wälder leisten.»

31.07.2019 :: mwl.
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