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Zeit der Umstellung

Die Tage werden kürzer und die dunklen Stunden der Nacht nehmen zu. Alljährlich am letzten Oktober-Wochenende mit der Umstellung der Sommerzeit in die Winterzeit kommt dieser Wechsel als (nicht)willkommenes Ritual auf uns zu. Jeder Mensch reagiert anders auf diese Umstellung. Doch eines haben sie sicher alle gemeinsam: Nämlich die Uhrzeit von 03:00 auf 02:00 Uhr zurückzustellen. Oder einfach mal die Batterie für ein Stunde rausnehmen. 

Ich persönlich nehme diese eine Stunde länger Schlaf gerne in Anspruch und freue mich etwas Schlaf aufholen zu können. Doch meine Euphorie für die Umstellung der Sommerzeit hält sich doch sehr in Grenzen.

Mein Bauchgefühl streikt während den Zeitumstellungen im Frühling und im Herbst immer während einigen Tagen. Eine gewisse Zeit ist alles etwas aus dem Ruder. Natürlich ist das nicht schmerzhaft und es gibt schlimmeres. Aber dennoch ärgerts mich immer wieder, wenn ich mich an diese Umstellung gewöhnen muss.

Im Herbst freue ich mich wirklich dann auf die helleren Morgenstunden, die nach der Umstellung auffallen. Am Abend gibt es dann eher Feierabend und der Schlaf befällt einem etwas früher als noch vor der Umstellung.

Diese dunkleren Stunden am Abend lösen bei mir aber auch andere Erfahrungen aus. Abendliche Sitzungen macht man im November oder Dezember etwas früher ab, weil jeder ja nun mehr Zeit zur Verfügung hat, weil er weniger lang draussen arbeitet oder die täglichen Sport Aktivitäten in die helleren Morgenstunden einplant.

Mein Bedürfnis an mehr Licht beziehungsweise Kerzenlichter wächst mit dieser Umstellung im Herbst wieder an. Ich freue mich immer wieder, wenn wir den grossen Weihnachtsstern an die Hausfassade hängen
können. So komme ich abends nach Hause und freue mich auf das willkommene helle (Spar-)Licht. Für diese besinnliche Zeit wünsche ich allen etwas mehr innere Ruhe und Zufriedenheit.

Eigentlich keine grossen Probleme, sich einer alljährlichen Zeitumstellung anzupassen. Psychische Nöte sind nicht die Regel und können mit einer guten positiven Einstellung in Schach gehalten werden.

Es ist, wie es ist. Was einem nicht umhaut, stärkt einem! Einzig die Tiere beziehungseise Kühe in unserem Stall muhen die ersten Tage und warten schon etwas ungeduldig auf den vermeintlich verspäteten Bauer Hans, der sie melken sollte und auf dessen
Bauersfrau Vroni, welche für den zuverlässigen Nachschub an Heu und Emd zu Sorgen hat.

07.11.2019 :: Vroni Thalmann ist Kantonsrätin und Sozialvorsteherin der Gemeinde Flühli.
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