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Wo soll das neue Hallenbad stehen?
Sörenberg:

In einer Machbarkeitsstudie wurden vier Standorte für den Neubau des Hallenbades geprüft. Bei allen gibt es Hürden zu überwinden, am wenigsten hoch sind sie beim Rischli.

Das Hallenbad in Sörenberg sei fast 50-jährig und entspreche in vielen Teilen nicht mehr den heutigen Anforderungen, schildert Hans Lipp, Verwaltungsratspräsident der Hallenbad AG, die Ausgangslage. Weil eine Sanierung zwölf Millionen Franken koste und der Betrieb auch dann noch nicht optimal organisiert werden könne, hätten sie eine Machbarkeitsstudie für einen Neubau erstellen lassen. Geprüft wurden vier Standorte; nun liegen die Resultate der Studie vor. 

Ein Neubau am jetzigen Standort biete den Vorteil, dass nicht umgezont werden müsste, sagt Hans Lipp. Positiv sei weiter, dass das Grundstück Sörenberg Flühli Tourismus gehöre. Allerdings befinde sich die Anlage mitten in einem Ferienhausgebiet und die Erschliessung über die Hans Schallerstrasse sei relativ eng. «Das ist nicht ideal, insbesondere weil wir mit einem Neubau und einem erweiterten Angebot auch mehr Gäste anziehen würden», gibt Lipp zu bedenken. Zudem seien die Erweiterungsmöglichkeiten auf der Parzelle wegen Wald, einem Bach und Feuchtgebieten eingeschränkt. Nicht zuletzt würde das Bad während der Bauzeit von rund 18 Monaten nicht zur Verfügung stehen.

Konflikt mit Parkplätzen und Skilift 

Auch beim Standort Schönisei zählt Hans Lipp einige Nachteile auf. Ein Neubau auf dem dort liegenden Parkplatz komme nicht in Frage, weil darunter ein Bach verlaufe. Werde der Bau weiter westlich realisiert, gerate man in Konflikt mit dem Skilift Dorf/AG1. «Wenn schon, müsste man einen Neubau kombinieren mit einer neuen Sesselbahnanlage», meint Lipp. Generell habe es dort aber im Winter schon heute zu wenig Parkplätze und die Erschliessung sei ebenfalls nicht optimal. Stimmen würden dagegen die raumplanerischen Voraussetzungen, das Areal befindet sich in der Tourismuszone. 

Anders der dritte Standort, Sörenberg-Platz: Dieser liegt in der Parkplatzzone und der Landwirtschaftszone. Eine Umzonung wäre also unumgänglich. Zudem, führt der Verwaltungsratspräsident weiter aus, zerschneide ein Bach das Grundstück, und auch hier würde die Parkplatzsituation prekär, da die Sessellifte Steinetli die am besten frequentierte Anlage sei. «Als weitere Erschwernis kommt hinzu, dass dort mehrere Grundeigentümer betroffen wären.» 

«Rischli» müsste umgezont werden

Bleibt der vierte Standort, neben dem Parkplatz beim Hotel Rischli. Dieser töne aus heutiger Sicht am vielversprechendsten, meint Hans Lipp. Dort sei kein Gewässer betroffen und die Parkplätze könnten wegen des Gefälls auf zwei Ebenen erstellt werden, was Platz spare. Zudem befinde sich direkt vornedran eine Postautohaltestelle. «Allerdings», so Lipp, «müsste die Parzelle von der Parkplatz- in eine Tourismuszone überführt und mit der Landbesitzerin, einer Genossenschaft, eine Einigung erzielt werden.» 

Bevor der Verwaltungsrat der Hallenbad AG über das weitere Vorgehen entscheidet, etwa ob einer oder zwei Standorte vertieft geprüft werden, wartet er die Stellungnahmen aller involvierter Parteien ab. Zudem müsse mit dem Kanton besprochen werden, was in Sachen Umzonung überhaupt realisierbar wäre, nennt Hans Lipp die nächsten Schritte. Schliesslich gelte es, die Finanzierung zu klären. «Wir sprechen von einem Kostendach von 20 Millionen Franken, das eingehalten werden muss. Gut möglich, dass wir beim Raumprogramm Abstriche werden machen müssen.» Auch die Betriebskosten seien ein wichtiger Faktor. Die Defizitträger sind die Gemeinde und Sörenberg Flühli Tourismus. «Es gibt also noch viele Hausaufgaben zu erledigen», fasst Lipp zusammen.

08.08.2019 :: sws.
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