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«Wir erhalten viel zu einfache Gegentore»
«Wir erhalten viel zu einfache Gegentore»

Nach zwischenzeitlich fünf Siegen in Serie zeigt die Formkurve der SCL Tigers aktuell wieder nach unten. Die 3:4-Niederlage am Montag im Cup-Viertelfinal in Biel ist nicht nur das dritte verlorene Spiel in Folge, sondern auch so etwas wie ein neuer Tiefpunkt in dieser bisher ziemlich inkonstanten Langnauer Saison. Denn Gegner Biel trat im Cup-Duell mit einer wahren «Rumpftruppe» an. Neun Stammspieler fehlten, sechs der zwölf eingesetzten Stürmer verfügten über keine oder nur wenig Erfahrung in der National League. «Wenn beim Gegner neun Spieler fehlen, sollte man von uns eigentlich mehr erwarten können», sagte der sichtlich enttäuschte Trainer Heinz Ehlers nach dem Spiel.

Ein solch uninspirierter Auftritt gegen einen arg dezimierten Gegner. Die Frage drängt sich geradezu auf, ob die SCL Tigers den Cup-Wettbewerb tatsächlich ernst genug genommen haben. Während Trainer Ehlers diese Frage ziemlich schroff zurückwies, sagte Verteidiger Andrea Glauser: «Wir gehen in jedes Spiel um es zu gewinnen. Egal ob im Cup oder in der Meisterschaft.» Den Beweis, dies um jeden Preis zu schaffen, erbrachte die Mannschaft jedoch nicht. Und genau das störte Heinz Ehlers. «Bei der Niederlage am Samstag gegen Zug haben wir gegen einen sehr guten und schnellen Gegner wenigstens hart gekämpft.» 

Es sind gar nicht unbedingt die drei Niederlagen als solches, die Ehlers zu denken geben müssen. Gegen Spitzenmannschaften wie Zug und zweimal Biel kann und darf man verlieren. Besorgniserregend ist jedoch die Art und Weise. «Am Freitag in Biel haben wir viel zu viele Strafen genommen und am Samstag gegen Zug und im Cup-Spiel viel zu einfache Gegentore erhalten», sagte Glauser. Seine Erklärung: «Letzte Saison haben wir viel einfacher gespielt. Das müssen wir jetzt wieder tun.» Direkt nach Spielende kündigte Trainer Ehlers am Montagabend an, dass er die Schraube nun wieder anziehen werde. Mit Worten allein sei es nun nicht mehr getan. «Man kann nicht einfach sagen, jetzt muss nach dieser Niederlage eine Reak-tion kommen. So einfach ist das nicht.» Stattdessen brauche es jetzt wieder harte Arbeit. Das ist auch Andrea Glauser klar. «Es fängt schon im Training an. Dort müssen wir eine gute Qualität hinbekommen. Wenn uns das gelingt, haben wir auch wieder eine gute Qualität im Spiel.»

Nach den letzten drei Partien innert 72 Stunden geht es für die SCL Tigers Schlag auf Schlag weiter. Es folgen gegen Lausanne (Freitag), Ambri (Samstag) und Davos (Dienstag) erneut drei Spiele in kürzester Zeit. Man darf gespannt sein, ob und wie sich die von Ehlers verordnete harte Arbeit ausbezahlen wird.

28.11.2019 :: Christoph Schär
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