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Win es unehelichs Buebli ufgwachse isch

Es isch zimly gnau zwöuf Jahr här, woni afe einisch imene «Vo Früecher» öppis über Schangnou ha gschribe. Denn hani säuber chuum gwüsst, wo dass me wele Hof u weli Aup muess sueche. Das het sech doch e chly besseret ir letschte Zyt. Langsam chumeni o im Schangnou u im Buembach druus. A de Familieforschige hani gseh, das öppe die haube Bürger vo Schangnou hüt z Amerika läbe. Scho bau chöme wieder es paar «Biery» vo Amerika uf Schangnou, für z luege, wo ihrer Vorfahre härchöme. 

Chürzlech isch mir e Läbeslouf gschickt worde, vo eim, wo e Teil vo sire Jugend im Schangnou uf de Aupe het erläbt. So Biografie sy ja gäng interessant. Dä Gärber Hans isch 1856 gebore u 1932 gstorbe. Gebore isch är z Luthere. Er verzeut, dass är im Chäuer unger syg uf d Wäut cho, wüu si Mueter ihn unehelich heig gha. Dennzumale het me nid dörfe gseh, dass da öppis bimene Frölein ungerwägs isch. Die vo Luthere hätte se sicher sofort hei i z Schangnou gschickt. Es sy denn für Bärner, wo im Luzärnische hei gschaffet, kener guete Jahr gsy – d Erinnerig a Sonderbundschrieg isch no früsch gsy. D Grosseutere heige o Müei mitem Gäut gha, afe wägem Chrieg u de syge no Lüt, wo Schulde hei gha, statt z zahle uf Amerika abgreist. 

Item, das Buebli syg afe einisch es paar Jahr bi de Grosseutere blibe u mit Sächsi heig me ihn ufe Napf ueche gschickt, für dert am Chüejer häufe z hüete. Si Mueter syg o dert gsy u heig ufem Napf aus Magd dient. So het er glehrt Geisse z hüete. Dr Hirt ufem Napf heig aube im Früehlig um zwänzg Geisse kouft u im Summer la weide u im Herbscht heig er de die Geisse wieder verchouft. Die Geisse heige enang auso nid kennt u das syg für so ne chlyne Chnopf wie är syg gsy es Problem worde. Er heig öppe gäng im Stau bi de Geisse gschlafe, de heig er die Sach besser im Oug gha. Uf dr Aup obe heig är öppe o d Kapuziner troffe. Dr Hirt syg zwar e Bärner gsy u reformiert, aber dopplet gnäit het besser. Die heige d Aupe o im Bärnische gsägnet u der Hirt uf em Napf heig ne de drfür Anke u Chäs gäh. 

Wo är zähjährig syg worde, heig är de uf Lutherebad ache i d Schueu müsse. Si Cousine heig ihm aber scho glehrt z läse u z schrybe, so dass er nach es paar Tag scho syg ir zwöite Klass gsy. Im Herbst heig ne dr Hirt mitgno uf Hindubank. Dert heig är z ersch Mau i sim Läbe e Ysebahn gseh! Si Lehrer im Luthe-
rebad heig ne gly einisch brucht aus Hiufslehrer u wo är zwöufi syg gsy, het mene hei gschickt, wüu dr Lehrer ihm nüt meh heig chönne bybringe. No im glyche Jahr isch är mit de eutere Buebe uf Eriswil i Kinderlehr u ar Wiehnachte het mene mit vierzähni scho konfirmiert. Er heig de nöii Chleider u sogar es paar Läderschue übercho!


09.01.2020 :: Hans Minder, Lokalhistoriker
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