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Wicki kann den Hünen nicht fällen
Wicki kann den Hünen nicht fällen Schwingen:

Pirmin Reichmuth ist «on fire». Der Triumph auf dem Brünig ist sein vierter Kranzfestsieg in dieser Saison und macht ihn endgültig zu einem Königsanwärter.

«Ich bin natürlich überglücklich, dass ich hier bei meiner ersten Teilnahme gleich als Festsieger nach Hause fahren darf», meinte Pirmin Reichmuth nach dem Schlussgang. Zusammen mit dem Sörenberger Joel Wicki gehörte er zu den prägenden Figuren des 126. Brünig-Schwingets. Egal welcher Gegner ihnen vom Einteilungsgericht zugewiesen wurde, Wicki und Reichmuth drückten jeden Einzelnen in das Sägemehl. Vor dem Schlussgang hatte Reichmuth im Vergleich mit dem Entlebucher die Nase um 0,5 Punkte ganz leicht vorne. Dem Zuger reichte ein Gestellter zum Festsieg.

2018 stellte Wicki im Brünig-Schlussgang gegen Kilian Wenger, den Sieg erbte daraufhin Erich Fankhauser. Der Sörenberger legte angriffslustig los. In den zwölf intensiven Minuten probierte Wicki wirklich alles, biss sich aber förmlich am 198 Zentimeter grossen Hünen die Zähne aus.

Als 21-Jähriger riss das Kreuzband im rechten Knie zum dritten Mal. Mit dem Karriereende vor Augen kämpfte sich Pirmin Reichmuth wieder zurück ins Rampenlicht. Drei Jahre später zeigt er, was er bei guter Gesundheit im Stande ist, zu leisten. Nach dem Zuger, dem Urner und dem Luzerner Kantonalen ist der Triumph auf dem Brünig sein vierter Kranzfestsieg 2019. Im Hinblick auf das Eidgenössische Schwingfest in Zug vom 24. bis 25. August scheint er endgültig im Kreise der Favoriten angelangt zu sein.

 

Schlappe für die Berner

Am Morgen früh wurden die 5835 Zuschauer in der Naturarena des Brünigs von Regen und Wind unfreundlich begrüsst. Nebst den Tribünengästen bekundeten auch die Athleten aus der Hauptstadt ihre liebe Mühe mit diesen stürmischen Bedingungen. Die Berner Schlappe deutete sich bereits nach dem Anschwingen an. Der Schwingerkönig von 2010, Kilian Wenger, verlor gegen Pirmin Reichmuth, Bernhard Kämpf konnte gegen Joel Wicki nichts ausrichten und Matthias Aeschbacher unterlag Benji von Ah. Mit Ach und Krach erkämpften sich Matthias Glarner, Florian Gnägi wie auch René Suppiger ein Remis.

Wenngleich die Dominanz der starken Schwinger aus der Innerschweiz den Vormittag über anhielt, konnten sich die Berner bis zur Mittagspause ein wenig steigern.

 

Zwei Kränze fürs Emmental

In der Endabrechnung war Matthias Aeschbacher bester Berner. Er reihte nach der Auftaktniederlage gegen von Ah Sieg an Sieg und beendete das Fest mit 58,25 Punkten auf Rang drei. Auch der 28 Jahre alte Röthenbacher Christian Gerber zeigte mit Rang 6b eine ansprechende Leistung. Es war dies sein 50. Kranz als aktiver Schwinger. Insgesamt wurden 19 Kränze verteilt, wovon die Innerschweizer deren elf in Empfang nehmen durften. Während die Gäste aus der Südwestschweiz leer ausgingen, heimste die Berner Delegation die restlichen acht ein.

Gehörig gross war die Freude über den Kranzgewinn bei den zwei Lokalmatadoren Patrick Gobeli aus Matten (St. Stephan) und Kilian von Weissenfluh, Hasliberg. Für beide war es der erste Brünig-Kranz.

31.07.2019 :: Christian Frey/afs.
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