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«Wenn man das ganze Bild anschaut, spielten wir eine super Saison»
«Wenn man das ganze Bild anschaut, spielten wir eine super Saison» SCL Tigers:

Nach der 1:8-Niederlage am Samstag in Lausanne ist für Langnau die Saison zu Ende. Sportchef Marco Bayer blickt im Interview zurück, aber auch in die Zukunft.

Nachdem die Tigers die Viertelfinal-Serie gegen die Waadtländer mit zwei Siegen in Folge noch zum 3:3 ausgleichen konnten, waren sie im siebten und entscheidenden Spiel auswärts chancenlos. Danach herrschte im Lager der Langnauer eine Mischung aus Enttäuschung und Stolz – auch beim Sportchef.

 

Marco Bayer, hätte Ihr Team am Samstag in Lausanne das siebte Spiel der Viertelfinalserie gewonnen, würde es nun im Halbfinal gegen den SC Bern spielen. Wie sehr blutet Ihr Herz beim Gedanken daran?

Ich hoffte auch schon, dass ich Lotto-Millionär werde und wurde es dann doch nicht. Über «hätte» und «würde» müssen wir nicht diskutieren.

 

Reden wir also über Fakten. Die Mannschaft war im entscheidenden Moment nicht bereit und ging mit 1:8 unter. Wie konnte es dazu kommen?

Wir waren zu wenig scharf, gingen raus und haben abgewartet. Und dann bekamen wir ein Tor in Überzahl und eine dumme Strafe, die zum 0:2 führte. Das brach uns früh das Genick. Wir waren über das ganze Spiel gesehen, zu offen und immer einen Schritt zu spät.

 

Waren die Spieler im allesentscheidenden Spiel zu nervös?

Ich denke, dass auch Lausanne nervös war. Sie hatten mehr Druck und mehr zu verlieren. Aber ja, unsere Spieler waren nervös. Auch wenn das billig tönt. Aber viele Spieler hatten so etwas ja noch nie erlebt. Wir nehmen diese Erfahrung nun im Hinblick auf die nächste Saison mit. Wir müssen daraus lernen, das ist ein «Key-Faktor».

 

Welches Gefühl überwiegt bei Ihnen, die Enttäuschung über das Ausscheiden oder der Stolz auf die insgesamt gute Leistung in der Serie?

Es ist eine komische Gefühlslage. Auf der einen Seite hatten wir eine riesen Chance um Geschichte zu schreiben. Auf der anderen Seite muss man sehen, was wir erreicht haben. Wir haben Lausanne alles abverlangt und sie nach einem 1:3 in der Serie noch in ein siebtes Spiel gezwungen. Sogar ihre Trainer kamen zu uns und sagten, dass es sensationell gewesen sei, was wir geleistet haben.

 

Der Klub hat die erfolgreichste Saison seit mehreren Jahrzehnten hinter sich. Wie fällt Ihr Fazit über die -ganze Spielzeit aus?

Wenn man das ganze Bild anschaut, spielten wir eine super Saison. Eine detaillierte Analyse machen wir aber erst noch. Ich werde mit den Trainern alles genau rekapitulieren. Auch werde ich mit jedem einzelnen Spieler ein Abschlussgespräch führen. Und mit dem Staff werden wir anschauen, was während der Saison neben dem Eis gelaufen ist. Danach geht es bereits wieder darum, die Saisonvorbereitung zu planen. Was können wir in Sachen Team-Building noch besser machen oder was können wir mit dem Mentalcoach noch reinbringen.

 

Diese erfolgreiche Saison zu bestätigen, dürfte alles andere als einfach werden.

Wir sind uns bewusst, dass das extrem schwierig wird. Wir müssen immer wieder erwähnen, wo wir herkommen und mit welchen Mitteln wir arbeiten. Wir werden auf dem Boden bleiben und auch nächste Saison versuchen, mit der DNA, die wir uns eingeimpft haben, anzugreifen. Aber es ist klar, einfach wird das nicht.

 

Die Mannschaft für nächste Saison steht soweit, es fehlen noch zwei Ausländer. Eero Elo geht zurück nach Finnland. Und Aaron Gagnon?

Er hatte die Chance, sich zu zeigen. Nun werde ich mit den Trainern zusammensitzen, dann machen wir uns ein Bild und dann werden wir entscheiden, wie wir in die Zukunft gehen. Bezüglich Ausländer reise ich zudem an die WM in die Slowakei, wo ich Spieler scouten werde.

28.03.2019 :: Christoph Schär
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