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Was tun, wenn die Quelle versiegt?
Was tun, wenn die Quelle versiegt? Bärau:

Vier Landwirte im Gebiet Molentrog haben das gleiche Problem; ihre privaten Wasserquellen drohen zu versiegen. Neue Quellfassungen sollen künftig die Lage verbessern.

Kurt Blaser, Landwirt in Molentrog oberhalb Bärau, ist einer dieser Landwirte, dessen Quelle den Hof nicht mehr mit genügend Wasser versorgen kann. «Schon seit rund zwei Jahren muss ich immer wieder Wasser auf den Betrieb zuführen, um unseren Bedarf an Trink- und Brauchwasser zu decken», sagt Kurt Blaser. «Und meinen Nachbarn im Unter- und Ober Wallenstalden und der Sottachen geht es genau gleich», führt er weiter aus. Aus diesem Grund haben sie sich für ein gemeinsames Vorgehen entschieden und, unter Beizug eines «Wasserschmöckers», auf die Suche nach neuem Quellwasser gemacht.

Das Bauprojekt liegt vor

Und sie sind fündig geworden, im Rigenewald, auf rund 1000 Meter über Meer. «Nach den Aussagen des ‹Wasserschmöckers› sollten wir an zwei Stellen auf Quellwasser stossen, in einer Tiefe von einigen Metern», berichtet Blaser. 

Gemäss dem nun aufliegenden Bauprojekt soll das Wasser von der Fassungsbrunnstube in einer gemeinsamen Leitung zum rund 140 Meter weiter unten gelegenen Teilstock geleitet und von dort auf die vier Betriebe verteilt werden. «Sofern die Quellen nicht zu tief liegen, kann das Wasser in natürlichem Gefälle zu den vier Höfen geführt werden», erläutert Blaser.

Noch ist vieles unklar

Nach den heutigen Erkenntnissen müssen die vier Landwirte mit Erstellungskosten um 150’000 Franken rechnen. «Je nach den geologischen Verhältnissen im Quellgebiet kann sich dieser Betrag nach oben bewegen», sagt Blaser. «Wir wissen zum heutigen Zeitpunkt nicht, ob die Quellschüttung ausreicht und wie die Qualität des Wassers sein wird», sinniert er weiter. Bei einem positiven Projektverlauf werde vom Kanton höchstens 60 Prozent der Kosten mitgetragen. «Aber nur dann, wenn wir erfolgreich sind und sämtliche Bedingungen und Auflagen von Grundeigentümern, Gemeinde und kantonalen Amtsstellen erfüllen», sagt der Landwirt. Bis es soweit sei, würden sie das Risiko und die anfallenden Kosten tragen, und beides sei schwer einzuschätzen, fügt er an.

 

Das Bauprojekt liegt noch bis zum 19. August 2019 auf der Bauverwaltung Langnau öffentlich auf.



15.08.2019 :: Max Sterchi
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