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Vorbereitung auf den Beruf
Kanton Bern:

Nun wird auch an den 8. Klassen nach Lehrplan 21 unterrichtet. Mit dem Unterrichtsgefäss «Individuelle Ver-
tiefung und Erweiterung» stärkt er die berufliche Orientierung.

Das 8. und 9. Schuljahr sind für die Schülerinnen und Schüler besonders wegweisend, weil sie in dieser Zeit ihre Zukunft in der Bildungs- und Berufswelt planen. Der Lehrplan 21 gibt der beruflichen Orientierung im achten Schuljahr ein klares Profil. Die Vorbereitung auf die berufliche Zukunft und die weitere Ausbildung ist im Lehrplan 21 prominent verankert und erhält damit einen höheren Stellenwert. Die Einführung des Lehrplans 21 sei im Kanton Bern auf gutem Kurs, orientiert die kantonale Erziehungsdirektion. Die Schulen seien gegenwärtig stark damit beschäftigt, die Neuerungen umzusetzen. Der Einführungsprozess dauert noch bis zum Juli 2022.

Individuelle Lernförderung 

Die bewährte und bisher fakultative Individuelle Lernförderung und die Mittelschulvorbereitung wurden als «Individuelle Vertiefung und Erweiterung» (IVE) im obligatorischen Teil der Lektionentafel des Lehrplans 21 verankert. Im 8. und später im 9. Schuljahr stehen dafür je drei Lektionen pro Woche zur Verfügung. Die Schulen können bei Bedarf auch weitere Lektionen aus den Fachbereichen Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen für die IVE einsetzen. Das neue Unterrichtsgefäss ist vor allem für die Vorbereitung auf das zukünftige Berufsfeld oder auf den Übertritt in eine weiterführende Schule gedacht. Die Schülerinnen und Schüler können in den Fachbereichen Mathematik, Deutsch und Fremdsprachen individuelle Schwerpunkte setzen. 

Zudem werden ab dem neuen Schuljahr wie geplant in den Fächern Mathematik und Deutsch an den 8. Klassen zusätzliche Lektionen eingeführt. Damit liegt der Kanton Bern in diesen Fächern im Durchschnitt der anderen Kantone.

Alle Lehrerstellen besetzt

In den letzten Jahren hat sich der Mangel an Lehrkräften verschärft. Um dem Mangel an Lehrkräften entgegenzuwirken, hat die Erziehungsdirektion verschiedene Massnahmen eingeleitet. «Dank des grossen Einsatzes der Schulleitungen sowie der Lehrpersonen, welche ihr Pensum aufgestockt haben, konnten alle Stellen an der Volksschule besetzt werden», meldet die Erziehungsdirektion. Entlastung brachte auch die Unterstützung durch die PHBern und die NMS Bern. Sie konnten 36 Studierende motivieren, die noch verbliebenen offenen Stellen zu übernehmen.

Fix Informatik an den Gymnasien

Im Jahr 2017 hat die Schweizerische Erziehungsdirektorenkonferenz entschieden, an den Schweizer Gymnasien das obligatorische Fach Informatik einzuführen. Im Kanton Bern umfasst der Informatikunterricht im ersten Jahr am Gymnasium ab dem Schuljahr 2019/20 zwei Lektionen. Im nächsten Jahr kommen dann zwei weitere Lektionen im zweiten gymnasialen Jahr dazu. Um die digitalen Möglichkeiten im Unterricht zu nutzen, stellen die Gymnasien kontinuierlich auf «Bring Your Own Device» um. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung auf das Hochschulstudium, wo der Einsatz der eigenen Laptops Alltag ist.

Schliesslich werden an den Gymnasien die basalen fachlichen Studierkompetenzen in der Erstsprache und der Mathematik eingeführt. Über diese Grundlagen müssen alle Maturandinnen und Maturanden verfügen, um ein Studium in Angriff nehmen zu können. Schülerinnen und Schüler, die im Unterricht Mühe mit den grundlegenden Kompetenzen haben, werden zu Förderunterricht verpflichtet. Zeigen sich dann immer noch Schwierigkeiten, müssen sie sich zu einer Beratung verpflichten. 

15.08.2019 :: pd.
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