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Vier Künstler überzeugten mit viel Abwechslung
Trubschachen:

Im Mauerhoferhaus gastierte über das letzte Wochenende eine Kunstausstellung. Vier Künstler stellten eine Auswahl ihrer Werke aus. Es kam eine grosse Vielfalt zusammen.



Fritz Hofstetter alias Hoschi zeigte Bilder und Recyclingart, Perido Gerber stellte Eisenplastiken aus, Stefan Schwarz hatte Restaurationen mitgebracht und Peter Gerber, genannt Erbse, Bilder. Vor dem Mauerhoferhaus erwartete einem ein Mini-Motorrad und eine Seifenkiste. In der Ecke hing eine riesige Wespenspinne vom Dach herunter. Am Backhaus flog der König der Kasperfiguren seine Runden in einem Helikopter. In Garten und Keller standen verschiedene Plastiken aus alten Werkzeugen und Geräten von Perido Gerber. Ein Stör, eine Schnepfe, ein Reiher, ein seilspringendes Mädchen waren auf Anhieb zu erkennen. Bei andern Skulpturen half der Titel. Freunde bestand aus zwei alten umgekehrt ineinandergeschobenen Handbohrern, die auf einem Beil ruhen. Die Garnele im Wasserglas wurde von oben beleuchtet. Im vom Eisenstaub trüben Wasser leuchtete es oben hell und unten rostrot. Von einer Seite war eine Garnele mit Augen zu sehen, von der andern ihre langen, dünnen Arme.

Räbloch-City und Pop-up-Elefant

Zwischen den Plastiken standen zwei restaurierte Motorräder, eines farbig bemalt. An einer Wandseite hingen drei farbenfroh bemalte Holzstreifen und daneben die Fotografie Räb-
loch-City. Sie zeigte viele speziell geformte, ausgewaschene Steine, die aussahen wie Stalagmiten in einer Tropfsteinhöhle mit einem flachen Stein als Dach darauf. Stefan Schwarz musste auf den Boden liegen, um sie zu knipsen, denn die Steinhäuser sind in Wirklichkeit nur wenige Zentimeter hoch.

Pop-up-Art Bilder zeigten Elefanten, Pinguine und alte Autos in einer Landschaft. Fritz «Hoschi» Hofstetter malt mit Acrylfarbe auf Pavatex, Holzplatten oder Halbkarton. Die alten Autos (wie Vauxhall und Ford) stehen im Grünen oder im Schnee. Sie sind verrostet, überwachsen und bemoost. Ein Bild zeigte einen Spielzeugelefanten auf einem Gestell mit Rädern. Das Ohr des originellen Pop-up-Elefanten war aus Leder; Kopf, Rüssel und Stosszähne, die aus dem Bild herausragten, hingegen aus Metallteilen. Unter den Pinguingemälden stand eine hellblaue Mini-Seifenkiste, die von zwei Pinguinen gelenkt wurde. An Weihnachten kreieren Hofstetter und Peter Gerber gemeinsam ein Bild, zum Beispiel eine alte hellblau-grau-grüne Lok im Wald.

Jasskarten am Himmel

Peter «Erbse» Gerber malt in fantasievollen, farbigen Bilder Menschen, Tiere oder Farbspuren. Er nutzt auch Collagen. Mustang Sally zeigte ein schwarzhaariges Mädchen, das in einer orange-roten Steppe kauert mit einer Jasskarten-Fahne in der Hand. Vier schwarze Mustang-Pferde rennen vor dem schwarzgekleideten Kind durch. Über den Himmel spannen sich weitere Jasskarten mit aussergewöhnlichen Sujets.

Countrymusik im Hintergrund

Die Mischung von Objekten und Bildern machte die Ausstellung abwechslungsreich. Zu Countrymusik konnten die Werke besichtigt werden. Die Künstler boten an der Eröffnung eine lustige Performance. Unter ihren eisernen Hutkreationen hielten sie in Prosa oder gereimt kurze Reden. Zum Apéro durfte man gefülltes Brot aus dem Backofen des Brothäuschens kosten.



23.05.2019 :: Sylvia Ammann
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