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Vier Kränze für die Emmentaler
Schwingen:

Im Vorfeld des Esaf wurden den Bernern vielerorts nicht viel Kredit gegeben. Mit 15 Kränzen waren sie aber der stärkste Teilverband. Vier Kränze gingen ins Emmental.

Mit Spannung wurden die Spitzenpaarungen erwartet, welche der Emmentaler Samuel Feller bereits am Mittwochabend bekannt gab. Und diese Duelle entsprachen den Erwartungen, oder wurden zum Teil gar noch überboten. Zudem waren diese Resultate in der Nachbetrachtung bereits wegweisend. Einer der Leitragenden war der Emmentaler Matthias Aeschbacher, welcher beim «gut» vom Kampfrichter gegen Joel Wicki zwar vehement zog, aber nur wenige Sekunden später dennoch auf dem Rücken lag. Dank einer eindrücklichen Aufholjagd mit fünf Siegen, konnte der Aeschbacher diese Startniederlage jedoch wieder kompensieren. Für den nächsten Paukenschlag war der Aargauer Nick Alpiger besorgt, welcher Samuel Giger überraschend bodigte. Für beide sollte es aber ein Tag zum Vergessen werden: Giger verlor im dritten Gang erneut, Alpiger musste nach vier Gängen verletzungsbedingt aufgeben. Auch bei  Pirmin Reichmuth platzten die Titelträume früh: Der Zuger tauchte zum Auftakt gegen Christian Stucki und musste im folgenden Gang einen Gestellten hinnehmen. Armon Orlik seinerseits gewann seinen Auftakt gegen Matthias Glarner. Dominierte in der Folge das Geschehen an der Ranglistenspitze und wurde erst im siebten Gang durch den Innerschweizer Sven Schurtenberger aus der Entscheidung um die Krone genommen. Dies ermöglichte Christian Stucki schliesslich den Einzug in die Endausmarchung. Der Ausgang dieser Geschichte ist bereits bekannt.

Vier Emmentaler Kranzgewinne

Zuvor konnte auch der Emmentaler Patrick Schenk den Siegeszug von Armon Orlik nicht stoppen. Dies nachdem Schenk seine ersten drei Gänge souverän gewinnen konnte. Zwei seiner Gegner waren dabei die Nordwestschweizer Eidgenossen Remo Stalder und Nick Alpiger. Schenk reihte sich am Ende unter die Kranzgewinner. Und dieses Eichenlaub war hochverdient, ziert sein Notenblatt nicht weniger als fünf Eidgenossen! Auch die Gegner von Matthias Aeschbacher liessen sich sehen. Bereits nach sechs Gängen war der langersehnte Kranz somit sicher. Nach der Niederlage gegen Pirmin Reichmuth, beendete Aeschbacher das Fest mit einem Plattwurf gegen Andreas Ulrich in den vordersten Rängen. 

Ebenfalls in die Kranzränge konnten sich mit Thomas Sempach und Christian Gerber zwei weitere Emmentaler einreihen. Beide mit je vier Siegen und vier Gestellten. Während Sempach bereits sein viertes eidgenössisches Eichenlaub gewann, war es für Christian Gerber die Premiere. In Estavayer fehlte noch das berühmte «Vierteli» zum Eidgenossen.

Kranz nur knapp verfehlt

Das Schicksal der fehlenden 0,25 Punkte widerfuhr nun Stefan Gäumann. Er war dabei jedoch in guter Gesellschaft. Im selben Rang klassierte sich auch der entthronte Schwingerkönig Matthias Glarner. Konrad Steffen und Roman Sommer konnten im achten Gang ebenfalls noch um Eichenlaub schwingen, verloren jedoch diese Duelle. Vor allem für Konrad Steffen war es bitter, hatte er am Samstag den Eidgenossen Andreas Ulrich gestellt und am Sonntag mit Christian Schuler gar einen Mitfavoriten gebodigt. Seine Brüder Valentin und Gustav Steffen sowie Philipp Gehrig und Fritz Ramseier, wie auch Ronny Schöpfer aus Wiggen konnten allesamt alle acht Gänge absolvieren. 

Michael Moser und Dominik Gasser kamen in den ersten Ausstich. Für den Emmentaler Thomas Ramseier, den Entlebucher Simon Schmid sowie Christian Blaser, dem gebürtigen Truber in Diensten der Nordostschweizer, war der Wettkampf leider bereits nach vier Gängen zu Ende. Aber: Bereits die Qualifikation für das Eidgenössische darf als grosser Erfolg bezeichnet werden.

 


29.08.2019 :: René Willener
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