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Über 30 Bäder hets hieumenang gä
Über 30 Bäder hets hieumenang gä

Im letschte «Ört u Näme» hani vo de Ortsnäme mit «Bad» brichtet; unger angerem o vom «Hölibad» z Zäziwiu, wo scho i Dokumänt usem Jahr 1735 eso erwähnt isch. Im Momänt wärde dert nöii Hüser bout. E Läser us Zäziwiu het mir itz no es Foto gschickt, wome drufe cha gseh, dass das Huus offebar im Jahr 1723 isch bout u 1962 renoviert worde.  Ir Gmein Zäziwiu hets früecher offebar no es zwöits Bad gä u zwar ds «Brunnebachbad». Hüt heisst no es Heimet e chly hinger Rütene «Brunnebach». Wenn, dass dr Zuesatz «-bad» isch us dr Mode cho, isch nid ganz klar bestimmt. Uf au Fäu isch i de Amtsrächnige vo 1797 no «Brunnebachbad» gschribe worde. Näbscht em Heimet heisst o dr Waud obedranne eso: «Brunnebachwaud». 

Es git no meh Bäch, wo e Zämehang mit «bade» hei. Ir Gmein Sumiswaud gits dr «Badgrabe», wo me offebar o «Söigrabe» seit – öb dert aube Söi drinne badet hei, weiss i aber nid! D Bezeichnig isch ender eso entstange, dass dä Bach oberhaub vom «Riedbad» entspringt. Glych isch d Dütig o bim «Badgrabe» ir Gmein Eggiwiu. Nid ganz sicher isch die Sach bim dritte «Badgrabe». Es git nämlech o im -Trueb e «Badgrabe». Das syg e Sytegrabe vom Säutebach. O dr Flurname «Bad» hani für das Gebiet i aute Verzeichnis gfunge. I weiss aber no nid genau, wo dass dert isch badet worde. 

Über ds ganze Gebiet vor Wuche-Zytig hani Nachwyse für meh weder 30 Bäder gfunge. Da hets natürlech o Lüt brucht, wo zu dene Betriebe hei gluegt. Sehr schön beschriebe isch imene Urbar vo 1426: «heiniman der Bader git vom Bad im ried». 

Eso e Bader het im Mittuauter meh gmacht, aus gluegt, dass siner Chunde chöi bade u verpflegt wärde. D Bader u ihrer Ghiufme, d Badchnächte, hei o Haar gschnitte u chlyneri medizinischi Ygriffe gmacht. 

Aus Familiename gits «Bader» no hüt. Äbefaus uf dä Bruef geit aber o «Badertscher» zrügg. Intressant sy i däm Zämehang es paar Ortsnäme im Ungerfrittebach, wo äbe «Badertschen» heisse. Scho im Udelbuech usem Jahr 1389 isch e «Rüedi in der Baderschen» erwähnt. Imene Urbar vo 1540 steit «Baderschen guott» – das heisst, dass das dr Bsitz vom Bader isch gsy. 

 

Queue: «Ortsnamenbuch des Kantons Bern», «Orts- und Flurnamen des Amtes Entlebuch», www.idiotikon.ch u wyteri. Aafrage: 034 409 40 05 oder zuercher@wochen-zeitung.ch

24.10.2019 :: Bruno Zürcher
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