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Tigers mit positiver Halbzeitbilanz
Tigers mit positiver Halbzeitbilanz SCL Tigers:

 

25 von 50 Quali- Runden sind gespielt und Langnau steht so gut da, wie noch nie. Das hat viele Gründe, ist aber noch keine Garantie für die Playoffs.


Mit der 3:4-Niederlage nach Penaltyschiessen haben die SCL Tigers am letzten Freitag die erste Hälfte der Qualifikationsphase abgeschlossen. Die Halbzeitbilanz nach 25 von 50 Partien der «Regular Season» fällt positiv aus. Dass die Langnauer zu diesem Zeitpunkt der Saison auf dem fünften Tabellenrang klassiert sind, durfte vor Meisterschaftsbeginn sicher nicht erwartet werden. Mit 42 Punkten stehen die Tigers nach 25 Runden so gut da, wie noch nie seit Einführung der Dreipunkteregel vor zwölf Jahren. Selbst in der Playoff-Saison 2010/11 waren es bei Halbzeit «nur» 39 Zähler. In der desolaten Abstiegssaison 2012/13 holte Langnau in den gesamten 50 Partien übrigens einen Punkt weniger, als sie jetzt schon bei Halbzeit vorweisen…

 

50 Prozent Steigerung

Erstaunlich ist die Zunahme an Punkten gegenüber dem Vorjahr. In der ersten kompletten Saison unter Heinz Ehlers hatten die Tigers nach 25 Spielen erst 28 Punkte auf dem Konto. Das ergibt ein Plus von markanten 50 Prozent. Die Gründe dafür sind vielfältig. Der wichtigste ist sicher, dass die Mannschaft in dieser Saison noch kein länger anhaltendes Tief durchlebte, mehr als zwei Niederlagen in Folge gab es nie. Im Vorjahr dagegen startete man bereits mit dem Handicap von fünf Niederlagen am Stück.Des Weitern haben die Emmentaler ihre Leistungen in den «Special Teams» steigern können. Letzte Saison noch das deutlich schlechteste Team in Überzahl, hat Langnau die Erfolgsquote im Powerplay von 13,8 auf 18,6 Prozent deutlich steigern können. Und auch das Unterzahlspiel – bereits letzte Saison gut – konnte noch einmal verbessert werden. Dazu kommen mit Damiano Ciaccio und Ivars Punnenovs zwei Torhüter, welche konstant gute Leistungen erbringen. Weiter spielt die Abwehr noch solider als letzte Saison, der Gegentorschnitt konnte von 2,7 auf 2,4 gesenkt werden. Und im Angriff nahm die Qualität mit dem Zuzug von Harri Pesonen merklich zu. Ob das für die Playoff-Qualifikation reicht? Seit in der NL 50 Quali-Runden absolviert werden (2007), brauchte es dafür maximal 74 Zähler. Dieser Wert sollte nach dem guten Start erreicht werden. Aber Vorsicht: So ausgeglichen wie jetzt war die Liga noch nie. Es ist davon auszugehen, dass sich daran auch in der zweiten Hälfte nichts ändern wird. Sollte neben Rapperswil und Davos kein weiteres Team hinten abfallen, werden wohl zwei Mannschaften mit einer stattlichen Anzahl Punkte die Playoffs verpassen. Damit nicht die SCL Tigers dazugehören, müssen sie so weitermachen wie bisher: Nicht auf die Tabelle schauen und weiterhin Spiel für Spiel nehmen.

13.12.2018 :: Christoph Schär
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