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Stadt-Skizzen in musikalischer Form
Langnau:

City Sketches hiess das Motto des diesjährigen Jahreskonzerts des Musikvereins Langnau-Trubschachen. Dies mit neuem Dirigenten, neuem Präsidenten und neuer Moderatorin.

Es war das erste Konzert unter der Direktion von Ueli Kipfer, zu dem der Musikverein Langnau-Trubschachen am letzten Wochenende einlud. Ein Konzert mit anspruchsvollen Kompositionen, das die volle Konzentration aller Register forderte. Den Anfang machte das Orchester mit dem dynamischen und verspielten Werk Adventure Land, gefolgt von Jericho, einer Komposition, die die Eroberung der Stadt Jericho musikalisch beschreibt. Schön die Melodie, die im dritten Satz das Siegesgefühl ausdrückt, unbestritten ein Höhepunkt im diesjährigen Konzert. Im Stück «Softly As I Leave You» brillierte für einmal nicht Elvis Presley, sondern die beiden Euphonisten Walter Bernini und Jan Dänzer. Schön interpretiert auch der Vortrag Three City Sketches. Darin werden – mit einem herausragenden Trompetensolo von Julia Cattolico im zweiten Satz – drei Aspekte der Stadt Alkmaar beschrieben.

Über Singapur nach New York

Auch im zweiten Konzertteil blieb das Orchester seinem Vorsatz treu und legte den Fokus weitgehend auf Originalliteratur für Blasorchester. Nach der Singapur-Suite folgte als weiterer Höhepunkt The Dome of Trondheim. Dieses Werk wurde 1997 zur Jahrtausendfeier der Stadt Trondheim geschrieben. Das eindrückliche Trompetensolo wurde wiederum von Julia Cattolico hervorragend gespielt. Verspielt dann das von Moderatorin Marlise Schranz sehr authentisch und amüsant angesagte Stück Postcard from Amsterdam. Als letzte Darbietung folgte Pop City, dessen Komponist Pop- und Funkmusik genial miteinander vermischt hat. Als Zugabe schliesslich, vom Broadway in New York, sehr gängige Melodien in einem Auszug aus West Side Story.

«Wir haben uns gemeinsam dazu entschieden, primär für Blasorchester komponierte Musik zu spielen», bestätigte Dirigent Ueli Kipfer nach dem Konzert. «Dazu gestalten wir den Probebetrieb projektorientiert und klar strukturiert.» Das setze natürlich persönliches Üben und damit ein erhöhtes Engagement der Mitglieder voraus, sagte Kipfer. Und auf Nachfrage machte er klar: «Nein, auf der Marschmusikstrecke wird der Musikverein Langnau-Trubschachen nicht anzutreffen sein.» Beim Hinausgehen meinte eine Zuhörerin: «Ein rassiger Marsch als Zugabe wäre auch sehr schön gewesen.»



23.05.2019 :: mss.
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