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Spital will Pool mit Hilfskräften
Emmental:

Das Spital Emmental sucht vorsorglich Hilfspersonal auf Abruf. Dabei handle es sich nicht um einen Notruf, sondern um eine Vorbereitung auf die erwartete Corona-Welle.

Das Spital Emmental ist daran, einen Pool mit Hilfskräften aufzubauen. «Wenn die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen so zunimmt wie das von Experten eingeschätzt wird, kann es zu Engpässen kommen», erklärt Irene Aebersold, Mitarbeiterin Kommunikation, auf Anfrage. In diesem Fall solle das Spital Hilfskräfte aufbieten können. «Vor allem sind wir natürlich froh um Menschen mit einer gewissen Ausbildung im Gesundheitswesen, die zur Unterstützung von Ärztinnen und Ärzten sowie des Pflegepersonals eingesetzt werden können», führt Irene Aebersold aus. Dies könne etwa ein Pflegehelferlehrgang des Roten Kreuzes oder eine Samariterausbildung sein. Auch Medizinstudentinnen und -studenten seien willkommen. Obwohl sie in erster Linie Leute mit pflegerischer Erfahrung suchten, sei dies nicht Bedingung. Auch im rückwärtigen Dienst brauche es allenfalls Personal, etwa in der Küche, in der Hauswirtschaft, in der Technik, bei der Kinderbetreuung oder für Botengänge. Dies sei besonders dann nötig, wenn die eigenen Angestellten krankheitshalber ausfallen würden. Einzige Bedingung sei, dass die Hilfskräfte zwischen 18 und 50 Jahre alt seien und die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschten. «Pensionierte, die sich bestens für diese Aufgabe eignen würden, gehören zur Risikogruppe und können deshalb leider nicht eingesetzt werden», so die Mediensprecherin. Die Einsätze würden im Stundenlohn entschädigt. 

127 Test, zwei sind positiv

Bis letzten Montag, 16. März, seien im Spital Emmental 127 Corona-Tests durchgeführt worden, erklärt Irene Aebersold. «Zwei davon sind positiv ausgefallen; eine Person befindet sich in Spitalpflege, die zweite in der Selbstisolation.» 

Bereits letzte Woche hat das Spital Emmental das Restaurant für externe Gäste und Patientinnen und Patienten geschlossen. Die eigenen Angestellten würden dort aber weiterhin schichtweise verpflegt, informiert die Mediensprecherin. Im Spital gilt ein Besuchsverbot.

19.03.2020 :: sws.
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