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So het me aube ds Gmües kochet
So het me aube ds Gmües kochet Vo Früecher:

Im Ungerschied zum Choch-buech vo 1749 sy i däm vo 1830 o Härdöpfurezäpt drin. Aber d Outorin, d Lisette Rytz, het die einfach aus e Sorte Gmües aa-gluegt. Das mache d Franzose no hüt so. Wiu im aute Chochbuech gar nüt vo Gmües isch drinn gsy, tueni da e chly genauer häreluege. Es isch intressant z gseh, was me denn für Gmües het kennt. Chöli u Chabis isch afe sicher wichtig, drmit fat d Outorin afe einisch aa! Lattlech u Spinet isch o drin, Chrutstile , wyssi u gäubi Rüebe. Wyter hani Bohne, Chifu, Ärbs i aune Farbe, Härdöpfu, Spargle (vermuetlich grüni), Artischoke, Artefüfi (dene säge mir hüt Schwarzwurzle) u Selleri gfunge. Bohne (Stangebohne oder Hochbohne) het me no nid so lang kennt, sie tuet ydringlech rate die Bohne z choche. Was mir de aber ufgfaue isch, dass die «Dicke Bohne» oder Soubohne fähle. 

Dass Chöli oder Chabis scho lang e wichtigi Roue hei gha ir Chuchi wüsse mir scho. Bi de Römer u de Grieche het me Chöli scho kennt, das sie aber Blattchöli gsy u nid settigi mit eme Chopf wie me se hüt kennt. D Wiudform vom Chöli sy föif verschiedeni Pflanze us der Gattig Brassica, wo vor auem im Mittumeergebiet vorchöme. Fasch aui Chabisarte wo mir hüt kenne, stamme vom Brassica Oleracea ab, wo houptsächlech vo Spanie bis uf Südängland wiud wachst. Dr Chabis chunnt o gäng wieder vor. Me fingt o Yträg i Büecher, wo eigentlech nüt mit Choche z tüe hei. So het sech einisch dr Pfarrer vo Louperswiu im Chorgrichtsmanual müesse beschwäre, wiu ihm e böse Bueb z Nacht «der Kapes im Garten» isch ga abhoue. 

D Lisette Rytz schrybt i ihrem Buech, dass me bim Chöli söu d Storze usenäh u de dr Chabis-chopf söu schnyde. Imene ehrige Hafe söu me dä Späck uslaa, Söischmutz u Sauz dritue u nächär abtropfete, subere Chölischnätzi drzue. Me söu de so lang choche bis ds Wasser ykochet isch. Si schrybt no, dass me bi de Bletter- u Fäderchöli d Storze nid söu choche. Röselichöli u Bluemchöli het d Frou Rytz o scho kennt. Dr Bluemchöli isch aber nid sehr bekannt gsy, si het genau gschrybe wie me dä tüeg choche: Me söu ja nid rüehre, süsch gönge de die Blueme kaputt.

27.09.2018 :: Hans Minder, Lokalhistoriker
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