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Serenade mit bekannten Melodien
Langnau:

An der Serenade des Orchester Langnau waren bekannte Melodien zu hören: von der Kleinen Nachtmusik bis zum Donau-Walzer.

Letzten Samstagabend lud das Orchester Langnau zum zweiten Mal nach drei Jahren wiederum zu einer Serenade auf den Viehmarktplatz ein. Und mit Serenaden hat das gutdisponierte Orchester unter der Leitung von Christoph Metzger auch zu musizieren begonnen: mit vier Sätzen aus der herrlichen Haffner-Serenade Mozarts. Sie entstand 1782 als Hochzeitsmusik für die Tochter des Salzburger Bürgermeisters. Mit dem temperamentvollen Finale aus der Gran Partita, der Bläserserenade B-Dur, rundeten die Bläser des Orchesters diesen Teil gekonnt ab. Im langsamen Satz aus dem 4. Hornkonzert bewies Hans Stettler ein weiteres Mal seine Meisterschaft eindrücklich. In ganz andere Welten entführte das Arioso aus Strawinskys Concerto in D und vor allem auch Beethovens Egmont-Ouvertüre, in welcher so richtig der Kampf des Komponisten – aus dem Dunkel ans Licht – augenfällig wird. 

Mozarts bekanntestes Werk

Mit dem ersten Satz der wohl bekanntesten Mozart-Serenade, der Kleinen Nachtmusik, eröffnete das Orchester zusammen mit einigen Schülerinnen und Schülern der Langnauer Musikschule den zweiten Teil seines Freiluftkonzertes. Das Besondere an dieser herrlichen Musik: Die Gründe, weshalb Mozart sie 1787 komponiert hat, sind völlig unbekannt. Man geht davon aus, dass sie zu Mozarts Lebzeiten nie aufgeführt worden ist. Im Druck erschien das tolle Werk sogar erst 1883 – danach begann es seinen Lauf um die Welt und wurde, wenigstens in der grossen Öffentlichkeit, zu Mozarts wohl bekanntestem Werk. Ebenfalls besondere Schicksale erlebten die nachfolgenden Werke: Flotows Martha verdankt ihre Bekanntheit wohl dem irischen Volkslied, das der Komponist erst nachträglich eingefügt hat (das Orchester spielte ein Potpourri mit den schönsten Melodien daraus). Bizet war es nicht mehr vergönnt, den riesigen Durchbruch seiner Carmen zu erleben (es wurde die 1. Suite aufgeführt). Antonin Dvorak hingegen hatte mit seinen Slawischen Tänzen sogleich grossen Erfolg, richtig Kasse aber machte nicht er damit, sondern sein Verleger. 

Früher blieb der Beifall aus

Da sich das überaus zahlreiche Publikum mit grossem Beifall für das tolle Konzert bedankte, erhielt es eine Zugabe: den Donau-Walzer von Johann Strauss Sohn. Als dieser heute wohl bekannteste Walzer zum ersten Mal aufgeführt wurde, erntete er kaum Beifall, und Johann Strauss soll zu seinem Bruder Joseph gesagt haben: «Der Teufel soll diesen Walzer holen!» Wenn er wüsste...

22.08.2019 :: hrl.
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