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Sechs Emmentaler im Einsatz und der erste Bergkranz für Fritz Ramseier
Sechs Emmentaler im Einsatz und der erste Bergkranz für Fritz Ramseier Schwingen:

Samuel Giger, der verdiente Sieger vom Weissenstein-Schwingfest. Der Thurgauer reüssierte heuer nach 2018 zum zweiten Mal beim Nordwestschweizer Bergkranzfest.

Der Sieg stand bereits vor dem Schlussgang fest. Somit war die Endausmarchung gegen den Berner Michael Wiget, welcher sich neben Giger als Stärkster der 90 gestarteten Athleten auszeichnete, «nur» noch eine Zugabe für die 4’950 Zuschauer.

20 Berner hatten Gastrecht auf dem Solothurner Hausberg. Darunter figurierten sechs Emmentaler. Mit Matthias Aeschbacher stand ein möglicher Siegesanwärter im Aufgebot. Schliesslich konnte er seine letzten beiden Kranzfeste, der Schwarzsee-
Schwinget sowie das Südwestschweizerische, siegreich gestalten. Bereits vorgängig musste Thomas Sempach den Organisatoren eine Absage erteilen. Eine Schleimbeutelentzündung legte den Eidgenossen zuletzt flach. «Diese Woche kann ich zwar die Fäden entfernen, der Brünig-Schwinget kommt jedoch noch zu früh.» Dies die Einschätzung des Abwesenden. 

 

Ramseier mit starkem Auftakt

Trotz der kurzfristigen Absage von Armon Orlik, kamen die Zuschauer in den Genuss zahlreicher Spitzenpaarungen. Die ganz grossen Sensationen blieben dabei jedoch aus. Dies änderte sich im zweiten Durchgang. Der Oberländer Kilian von Weissenfluh düpierte mit einem Inneren Hacken Nöldi Forrer. Nur einige
Minuten später legte der Emmentaler Fritz Ramseier mit Raphael Zwyssig einen weiteren Ostschweizer Eidgenossen aufs Kreuz. Nach dem Gestellten gegen Roger Erb, lag der 25-jährige Landwirt aus Süderen zur Halbzeit auf Kranzkurs. Im selben Rang reihte sich Patrick Schenk aus Koppigen ein, welcher nach der Punkteteilung zum Auftakt zwei Plattwürfe vor der Mittagspause realisierte. Erfreulicherweise standen zum selben Zeitpunkt auch bereits zwei Maximalnoten auf dem Notenblatt des aufstrebende Dominik Gasser aus dem Eggiwil. Harziger verlief dagegen der Start von Mat-
thias Aeschbacher. Als einer der Favoriten gestartet, musste er die zweite Wettkampfhälfte mit einer Hypothek zweier Gestellten in Angriff nehmen. Es sollte nicht sein Tag werden. Aeschbacher kam nie richtig in Fahrt und verpasste am Ende gar den Kranzgewinn. 

 

Giger nicht zu bremsen

Anders die Situation bei Ramseier, der weiterhin positiv zu überzeugen wusste und im vierten Gang kurz vor Ablauf der Zeit, mittels Übersprung, den Eidgenossen David Schmid bezwang. Eine kurze Angelegenheit war hingegen das Duell der beiden Führenden. Samuel Giger konterte seinen Widersacher Michael Wiget nach wenigen Sekunden, mittels Innerem Hacken, gnadenlos aus und ebnete so den Weg zu seinem angestrebten Festsieg. Im fünften Gang liessen die Berner noch einmal die Muskeln spielen. Vor dem finalen sechsten Durchgang war die Aussicht auf den Festsieg zwar auf ein Minimum gesunken. Im Kampf um die Kränze sah es jedoch nun sehr vielversprechend aus. Nicht weniger als 14 Mutzen, darunter vier Emmentaler, durften sich noch Hoffnung auf Eichenlaub machen. 

Am Ende resultierten sieben Berner Kranzgewinne. Von den Emmentalern konnte letztlich Fritz Ramseier seine gute Ausgangslage ausnutzen und gewann verdient seinen ersten Bergkranz. Patrick Schenk gegen Joel Strebel, Dominik Gasser gegen Roger Erb sowie Christian Gerber gegen Samir Leuppi mussten im abschliessenden sechsten Gang leider als Verlierer vom Platz und verpassten den Kranz knapp. 

Erster Bergkranz für Fritz Ramseier

Fritz Ramseier, am Dienstag wurden Sie 25 Jahre alt – ist der erste Bergkranz für Sie ein Geschenk oder gar eines, der grössten Erfolge Ihrer bisherigen Karriere?

Der zweite Platz am Bernisch-kantonalen 2017 in Affoltern war natürlich auch sehr speziell. Ich denke, diese beiden Erfolge haben für mich denselben Stellenwert.

 

Wann spürten Sie heute, dass es mit dem Bergkranz klappen könnte?

Nach dem fünften Gang, den ich gegen Nick Alpiger verloren hatte, glaubte ich nicht mehr wirklich daran.

 

Aus welchem Grund?

Die Bergfeste sind einfach immer hart. Ich war sehr müde und schon fast übersäuert. Danach nahm ich mich noch einmal zusammen und gab einfach Vollgas.

 

Welches war der Schlüssel-Gang?

Der zweite gegen Raphael Zwyssig, sowie der vierte gegen David Schmid, welcher, ich erst kurz vor Gangende entscheiden konnte, waren sicher im Nachhinein die entscheidenden.

 

Gibt es im Nachhinein betrachtet auch etwas, das Sie anders machen würden?

Im fünften Gang hätte ich eigentlich viel mehr riskieren sollen. Schliesslich hatte ich da noch die Möglichkeit auf eine allfällige Schlussgangteilnahme. Ansonsten bin ich sehr zufrieden.

 

Nun folgen mit dem Brünig, dem Bernisch-kantonalen und dem Eidgenössischen drei besondere Leckerbissen.

Haben Sie sich für diese Anlässe
spezielle Ziele gesetzt?

Ich nehme einfach Tag für Tag und Gang für Gang. Nehme es, wie es kommt. Die Gesundheit hat dabei oberste Priorität.

 

Und wie sieht es mit dem
Eidgenössischen aus?

Dies ist sicher im Hinterkopf, aber da mache ich mir momentan noch nicht grosse Gedanken.

Ranglisten

Weissenstein-Schwinget

1. Samuel Giger, Ottenberg 59.75

+ Kilian Wenger 10.00. + Fabian Staudenmann 9.75. + Joel Strebel 10.00. + Michael Wiget 10.00. + Patrick Räbmatter 10.00. + Michael Wiget 10.00. 

 

2. Michael Wiget, Wünnewil 57.50

+ Marcel Kropf 10.00. + Tobias Krähenbühl 9.75. + Samir Leuppi 9.75. o Samuel Giger 8.50. + Roger Rychen 9.75. + Nick Alpiger 9.75. o Samuel Giger 0.00.

 

3a. Kilian Wenger, Horboden 57.00

o Samuel Giger 8.50. + Tobias Riget 10.00. + Thomas Kuster 10.00. + Dominik Oertig 10.00. + Michael Bless 9.75. - Fabian Staudenmann 8.75.

 

3b. Fritz Ramseier, Süderen 57.00

+ Willi Schillig 10.00. + Raphael Zwyssig 10.00. - Roger Erb 8.75. + David Schmid 10.00. o Nick Alpiger 8.50. + Lars Voggensperger 9.75.

 

8b. Patrick Schenk, Koppigen 55.75

- Andreas Döbeli 8.75. + Lukas Schwenkfelder 10.00. + Stephan Studinger 10.00. o Patrick Räbmatter 8.50. + Roger Erb 9.75. o Joel Strebel 8.75.

 

8d. Matthias Aeschbacher, Rüegsauschachen 55.75

- David Schmid 9.00. + Adrian Odermatt 10.00. - Dominik Oertik 9.00. - Raphael Zwyssig 8.75. - Markus Schläpfer 9.00. + Kaj Hügli 10.00.

 

9d. Dominik Gasser, Eggiwil 55.50

+ Michael Mangold 10.00. o Patrick Räbmatter 8.50. + Gian Büttler 10.00. o Joel Strebel 8.50. + Andreas Döbeli 10.00. o Roger Erb 8.50.

 

10e. Christian Gerber, Röthenbach 55.25

- Tiago Vieira 8.75. + Simon Schmutz 9.75. o Michael Bless 8.50. + Patrick Burren 10.00. + Lukas Döbeli 9.75. o Samir Leuppi 8.50.


Nachwuchs-Schwingen. Bernisch-kantonaler Nachwuchsschwingertag in der Brünig-Arena, Sonntag, 20. Juli 2019 (164 Schwinger, 950 Zuschauer). Schlussgänge, Jg. 2006: Diego Unternährer aus Schwarzhäusern stellt gegen Silvan Kuhn aus Hasle-Rüegsau. Jg. 2005: Fabio Hiltbrunner aus Schmidigen-Mühleweg verliert gegen Michael Moser aus Biglen. Jg. 2004: Oliver Rubin aus Wilderswil gewinnt gegen Fabian Schärz aus Aeschi b. Spiez. Jg. 2003: Remo Hiltbrunner aus Schmidigen-Mühleweg stellt gegen Leandro Nägeli aus Hasliberg Reuti. Jg. 2002: Lars Zaugg aus Aeschau gewinnt gegen Severin Staub aus Melchnau. Schlussrangliste, Jg. 2006: 1a. Diego Unternährer, Schwarzhäusern. 1b. Silvan Kuhn, Hasle-Rüegsau (beide 57.75). 2. Simon Widmer, Obersteckholz (57.00). 3a. Flurin Eymann, Schwarzenbach. 3b. Michael Künsch, Moosseedorf (beide 56.75). Ferner ohne Zweig: 6. Micha Galli, Oberdiessbach (55.25). 8a. Florian Strahm, Grosshöchstetten. 8b. Mika Schüpbach, Walkringen (beide 54.75). 9c. Adrian Bürki, Sumiswald (54.50). 10b. Dominik Brunner, Sumiswald (54.25). 12. Adrian Gerber, Langnau (53.75). 19. Benjamin Scheuner, Süderen (51.25). Jg. 2005: 1. Fabio Hiltbrunner, Schmidigen-Mühleweg (58.75). 2. Michael Moser, Biglen (58.00). 3. Fabian Stucki, Signau (56.50). Ferner: 6c. Jonas Wüthrich, Signau (55.75). Ohne Zweig: 8d. Matthias Feldmann, Oberdiessbach (55.25). 9. Sandro Röthlisberger, Hasle-Rüegsau (55.00). 10. Cedric Eicher, Oberdiessbach (54.75). 11. Timon Stucki, Heimberg (54.50). 13b. Markus Strahm, Eggiwil (54.00). 15a. Kilian Stucki, Wasen (53.50). 17a. Nicolas Gerber, Zäziwil (52.75). 17b. Roger Moser, Rüegsbach (52.75). 19. Christian Wüthrich, Trub (51.50). Jg. 2004: 1. Oliver Rubin, Wilderswil (58.50). 2a. Pascal Wüthrich, Signau. 2b. Simon Lüthi, Grosshöchstetten. 2c. Jonas Röthlisberger, Zweisimmen (alle 57.00). 3a. Fabian Schärz, Aeschi. 3b. Kevin Schori, Brunnenthal. 3c. Adrian Walther, Riffenmatt (alle 56.25). Ferner ohne Zweig: 8a. Maik Vollenweider, Linden (55.00). 12a. Alexander Wüthrich, Walterswil (54.00). 13a. Pascal Lehmann, Linden (53.75). 14b. Patrick Künzi, Escholzmatt (53.50). 16a. Stefan Schmutz, Mirchel (52.50). 18. Florian Nussbaum, Bigenthal (43.75). Jg. 2003: 1. Remo Hiltbrunner, Schmidigen-Mühleweg (57.75). 2. Leandro Nägeli, Hasliberg-Reuti (57.00). 3. Marco Wiedmer, Utzigen (56.50). Adrian Aebersold, Walterswil (56.00). Ferner ohne Zweig: 7a. Yan Fankhauser, Zollbrück (55.25). 8a. Jan Kupferschmid, Heimen-

schwand. 8b. Adrian Kobel, Wasen (beide 55.00). 12a. Philipp Berger, Oberfrittenbach. 12c. Fabian Aebersold, Walterswil (beide 53.75). 14b. Theo Gerber, Eggiwil (53.00). Jg. 2002: 1. Lars Zaugg, Aeschau (58.50). 2a. Silvan Koller, Busswil. 2b. Simon Wüthrich, Signau (beide 56.75). 3. Severin Staub, Melchnau (56.50). 4. Severin Wüthrich, Trub (56.25). Ferner ohne Zweig: 8b. Samuel Fankhauser, Zollbrück (54.50). 14b. Adrian Schmutz, Mirchel (52.75).


 

 

25.07.2019 :: René Willene
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