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Saskia Maurer zeigt an der U18- Weltmeisterschaft eine tolle Leistung
Saskia Maurer zeigt an der U18- Weltmeisterschaft eine tolle Leistung Eishockey:

Die 17-jährige Röthenbacherin Saskia Maurer wird an der U18-WM zur besten Torhüterin ins All-Star-Team gewählt und erreicht mit dem Schweizer Team Historisches.

Weltklasse! Es gibt kein anderes Wort, das die Leistung der Emmentaler Torhüterin an der Top-Division-WM in Obihiro treffender umschreiben könnte. 94,81 Prozent Abwehrquote, in 309 Minuten 146 Schüsse entschärft, eine Auszeichnung als beste Torhüterin des Turniers, eine Nomination für das All-Star-Team und schliesslich Rang 6 mit einem Schweizer Team, das ähnlich wie Maurer während den Tagen auf der japanischen Insel Hokkaido, nicht allzu weit entfernt von Sapporo, über sich hinauswuchs. Noch nie hatte eine Schweizer U18-Auswahl in der 12-jährigen Geschichte der U18-WM die Viertelfinals erreicht – mehr noch, das Team von Headcoach Steve Huard und seiner Assistentin Florence Schelling stand im Viertelfinal gegen Russland einen einzigen Penalty vom Halbfinaleinzug und dem totalen Triumph entfernt.

Mittendrin Saskia Maurer, die sympathische und bescheidene Emmentalerin, die bereits an ihren ersten zwei U18-Weltmeisterschaften in St. Catharines (2017) und Dmitrow (2018) Top-Abwehrquoten erreicht hatte. «Ich bin stolz, dass wir unser Ziel, die Viertelfinals, dank einer Top-Teamleistung und einem starken Zusammenhalt erreicht haben.» So fällt Saskia Maurers Bilanz aus, kein Wort zur eigenen Leistung, auch nicht auf Nachfrage, nur die Bestätigung ihrer Aussage: «Wir waren wirklich ein sehr gutes Team, alle haben füreinander gekämpft.» Maurer trifft damit den Nagel auf den Kopf, auch wenn sie zu den herausragenden Spielerinnen im Team und im ganzen Turnier gehörte. Ihr beinahe scheues, aber tiefgründiges Lächeln, als sie den Fotografen nach dem WM-Final ihre Auszeichnung als beste Torhüterin des Turniers präsentierte, beweist, dass sie (zumindest innerlich) mit sich zufrieden und sich ihrer WeltklasseLeistungen durchaus bewusst war. Das wohl schönste Kompliment erhielt sie von Florence Schelling, selbst lange Jahre eine der besten Torhüterinnen der Welt und beim Olympia-Medaillengewinn in Sotschi als MVP ausgezeichnet. Die seit dieser Saison als U18-Assistenztrainerin amtende Zürcherin twitterte: «Saskia, du hast ein Turnier gespielt, von dem die meisten Torhüter nicht einmal zu träumen wagen. Mit jedem Schuss, den du abgewehrt hast, ist dein Selbstvertrauen gestiegen und du hast es auf den Rest des Teams übertragen können.» 

 

U-18-Zeit endet mit Höhepunkt

Die Leistung des äusserst jungen Schweizer Teams – auf die kommende Saison scheiden nur gerade sechs Spielerinnen, unter ihnen auch Saskia Maurer, altersbedingt aus – verdient allerhöchsten Respekt. Die Schweizerinnen traten als gut harmonierendes, willensstarkes und systemtreues Team auf, das auf den Punkt genau die bestmögliche Leistung abrufen konnte und phasenweise über sich hinausgewachsen ist. Sie stellten mit Sicherheit nicht das talentierteste Team, aber sie spielten ihr Defensivsystem mit einer Genauigkeit und einer Überzeugung, welche die erstaunlichen Resultate erst möglich machten. Für Saskia Maurer geht mit ihrem bisherigen Karrierehöhepunkt die U18-Zeit zu Ende, die Röthenbacherin wird sich künftig in der A-Nationalmannschaft, für die sie bereits mehrmals im Einsatz stand, beweisen müssen. Nächster Zwischenhalt dürfte die A-WM im April in Finnland sein. Es darf davon ausgegangen werden, dass Maurer als eine von drei Torhüterinnen an die WM fahren wird. Und vielleicht hat sie auch die Karten im Kampf um die Nummer-1-Position nach dem Rücktritt von Florence Schelling neu gemischt.

17.01.2019 :: Daniel Monnin
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