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Reins Wasser, fasch wie z Leuk

Ds Heimet Binzgrabe ir Gmein Trachsuwaud het früecher Grabegut-Läche gheisse, aber im Jahr 1791 het d Erbtochter Anna Hängärtner dr Rosshändler Daniel Bienz us Eriswiu ghürate u nach es paar Generatione het me de vom Bienzguet gredt. Hüt ghört das Heimet em Hans Jaggi, aber me seit no gäng dr Bienzgrabe. Zur Schmalen-egg wett i no verzeue, dass dert aube unger am Bach isch e Chnochestampfi gstange. Die isch hüt abmontiert, aber d Maschineri vo däm «Fabriggli» isch hüt im Bauebärg im Freiliechtmueseum z gseh u z ghöre, weme se aalaat. Me het früecher d Chnoche deeret u de dert ir Stampfli zu Puver gmacht. Das het me aus Dünger chönne bruuche. Dr «Brösmu Fritz» heig dert no gschaffet ghaa. Der Hof Schmalenegg isch scho früech erwähnt. Am 8. Jänner 1389 het nämlech dr Rutschmann Wissling, Metzger u Burger vo Burgdorf, de Froue im Frouechloschter Rüegsau dä Hof verschänkt, dass die Nonne de für ihn tüege bätte, so dass er nid auzulang im Fägfüür müess lyde. Wäg dere Vergabig het me de bis 1830 uf em Schmalenegg Heimet d Stüüre nid müesse uf Trachsuwaud liefere, sondern a ds Schloss Brandis! Vo 1935 hani no es Foto übercho, wo d Ching vo Stauders u vo Grossebachers druf sy. Die hätte dert obe würklech es eigets Schueuhuus bruucht. 

Ds Chrummhouzbad isch früecher e ganz normale Burehof gsy. Ersch 1823 isch zersch mau e Queue ungersuecht worde. Dr Herr Apiteker het dert gschribe, dass das Wasser «seiner Reinheit wägen mit dem Pfäffers- und Leukerwasser einige Ähnlichkeit habe». Er het aber scho no imene Nachsatz gseit, dass me de das doch nid dörf verglyche. 1834 het dr Ueli Wiedmer vo dr Hopfere de die erschte Badstube ygrichtet. Sit denn isch es äbe z Chrummhouz-Bad. Der hütig Gaschthof isch 1878 nach emene Brand neu bout worde. Dert hani übrigens no es Inserat funge vom Jahr 1912: denn isch es Schwinget gsy u aus Houptpris hets 30 Franke i bar gää – nid schlächt! Dr Wirt Jakob Grossebacher het im Inserat no gschribe, dass d Schwinger de ihrer Hose müesse mitnää, er heig de kener.

12.10.2017 :: Hans Minder, Lokalhistoriker
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