Anmelden
Pestizidrückstände im Waki-Wasser
Kiesental:

Der Grenzwert für ein Abbauprodukt von Chlorothalonil wird nach wie vor in einem Teil der Waki-Versorgung überschritten. Nun wurden verschiedene Massnahmen beschlossen.

Wie angekündigt hat der Wasserverbund Kiesental (Waki) im Februar die beiden Abbauprodukte von Chloro-
thalonil, M4 und M12, für die Wasserfassungen in Stalden und Gmeis sowie für die untere und obere Druckzone (Leitungsnetz) in Konolfingen überprüfen lassen. «Dabei zeigte sich, dass der Grenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter für M12 in allen Proben, jedoch für M4 nur in der oberen Zone von Konolfingen eingehalten wird.» In den beiden Fassungen und in der unteren Zone von Konolfingen würden die Werte zwischen 0,21 und 0,23 betragen, womit der Grenzwert um das Doppelte überschritten werde.

Der Verwaltungsratsausschuss hat nun folgende Massnahmen beschlossen: Kurzfristig wird der Wasserbezug in der Versorgungszelle Bowil–Zäziwil–Grosshöchstetten für die Versorgungszelle Konolfingen erhöht zu Lasten des Wasserbezuges aus dem Gmeis und von Stalden. «Damit kann zumindest der Wert von bisher relevanten Metaboliten gesenkt werden.» Mit «Metabolit» ist das Abbauprodukt der genannten Stoffe gemeint. 

Mittelfristig, das heisst bis 2021, sollen neue Quellgebiete erschlossen beziehungsweise saniert werden.

Welcher Grenzwert gilt nun?

Weiter will der Waki mit den Behörden von Bund und Kanton Kontakt aufnehmen. Dies, weil man verunsichert sei durch eine Studie im Auftrag des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen. Demnach seien die untersuchten Metaboliten aus toxikologischer Sicht nicht relevant. In ihrer Summe – zusammen mit zwei weiteren Metaboliten von Chlorothalonil – dürften sie einen Grenzwert von zehn Mikrogramm pro Liter nicht übersteigen. Das sei das Hundertfache des heutigen Grenzwertes. «Wir orten hier einen raschen Klärungsbedarf», steht in der Mitteilung. 

Eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung aufgrund von Chlorothalonil-Metaboliten besteht nicht, betonen die Waki-Verantwortlichen. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Gebiets könnten das Trinkwasser weiterhin konsumieren.

26.03.2020 :: egs.
Meistgelesene Artikel
Nein, als Aufruf zum zivilen Ungehorsam sollte meine Kolumne jetzt bitte nicht verstanden werden....
Auszeit: Menschen, die mit sich selber reden, führen sogenannte Selbstgespräche. Ein Mann...
Gegen nasse Böden
Schangnau: Hunderte Hektaren Land wurden einst mit Drainagen entwässert, um die Parzellen besser...
Waud, Houz, Forst – drü stämmegi Wörter
Ört u Näme: Chürzlech hani erklärt, dass me viune Wäuder früecher ganz angersch het gseit,...
Wie Lebensmittelgeschäfte arbeiten
Emmental/Entlebuch: Läden, welche Lebensmittel verkaufen, mussten in den letzten Tagen verschiedene...
Wochen-Zeitung
Brennerstrasse 7
3550 Langnau i. E.
Tel. 034 409 40 01
Fax 034 409 40 09
info@wochen-zeitung.ch
Redaktion: 034 409 40 05
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
07:30 - 12:00 Uhr
13:30 - 17:00 Uhr