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Perlen gesucht und gefunden
Konolfingen:

 

Das Orchester Konolfingen widmete das Herbstkonzert seinem langjährigen, vor einem Jahr verstorbenen Dirigenten Hans-Heinz Bütikofer. 


Unter dem Motto Perlensuche wählte Peter Knecht für das Konzert des Orchesters Konolfingen Raritäten aus verschiedenen Epochen aus und engagierte als Solistinnen Annalies Richard, Flöte, und Annette Unternährer, Cembalo. Zu Beginn erklangen fünf der sieben Sätze aus der Ouvertüren-Suite von Telemann. Geleitet von Flöte und Cembalo gelang den Streichern eine gute Dynamik, welche sich durch die einzelnen Sätze hindurchzog. Peter Knecht führte das Ensemble engagiert, aber unaufdringlich. Als Umrahmung des Werkes Summa von Arvo Pärt (1992) wurden je eine Toccata, eine von Scarlatti und eine von Francaix (1959), gespielt. Die Cembalistin bewies ihre Musikalität bei Scarlatti und spielte das Solostück glänzend. Bei Francaix’s Werk war die Flöte tonangebend. Mit souveräner Technik und einer bewundernswerter Leichtigkeit führte die Flötistin die Streicher durch die tänzerischen Abschnitte. 

Das 1992 komponierte Werk des aus Estland stammenden Arvo Pärt wurde im Programmblatt als Schlüsselwerk und mögliches Zentrum eines Programms erwähnt. Pärt selber definierte es als sein zentrales Werk und schrieb es für verschiedene Besetzungen um. Das Orchester hatte mit schwierigen Passagen und Rhythmen, mit oft etwas diffusen Klangbildern und dynamischen Unterschieden zurechtzukommen. Dies gelang gut.

Ein krönender Abschluss

Das Andantino aus der Serenade des Russen Kalinnikov (1891) leitete über zur abschliessenden Suite antique des Engländers John Rutter (1993). Nochmals konnte die Flötistin ihre stupende Technik und Leichtigkeit im Spiel beim Wettstreit mit den Streichern präsentieren. Zusammen mit der ebenso souveränen Cembalistin gelang ein krönender Abschluss eines speziellen und für den zu ehrenden Hans-Heinz Bütikofer würdigen Konzerts. Der grosse Applaus und die Zugabe (Telemann Rejouissance) waren die Belohnung. 

08.11.2018 :: jsg.
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