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Paschtete, e Klassiker vor Chuchi

Im Chochbuech vo 1749 sy rächt viu Rezäpt drinne, wos um Paschtete geit. Scho bi de Römer sy die bekannt u beliebt gsy. O bi aune Chochbüecher usem Mittuauter chöme die vor. 

Grundbasis vo de Paschtete isch dr Teig gsy, u da hets zwo Sorte gä: dr normau u dr spanisch Teig. Dr normau Teig het me so gmacht: Me nimmt es haubs Imeli Wyssmääu, föif oder sächs Vierliege Anke, e chly Sauz, Wasser u es Glesli Wysse. Jäh, dir kennet die aute Mäs nümme? Es Imi sy 3,5 Liter u e Vierlig? Das hani o nid usegfunge. Je nachdäm, was me abmisst, cha e Vierlig 1,7 bis 1,9 Kilo sy. Das gub de aber e komeschi Mischig, viu me Anke weder Määu. 

I ha du e Beck-Konditer gfragt. Hüt macht me dr Paschteteteig zu zwee Teile Määu u eim Teil Anke. De müesst me auso für die 3,5 Kilo Määu 1,75 Kilo Anke näh. 

Bi däm Rezäpt i däm aute Chochbuech isch mir no öppis ufgfaue: Es isch zwar Hochdütsch gschribe, aber «Butter» heissts hie no nid, sondern «Anken». Me mischt ds Wyssmääu, dr Anke u drü Gleser Wasser so lang, bis «der Anken wohl zerriben ist». De chöm no es Glesli Wysse dry u me macht nachhär e Baue. Dä muess me e Viertu-stung la schta, u zwar ungeremene Tuech, schüsch chönnt dr Teig «scherb» wärde. Das Wort heisst, dass der Teig «trockenrissig» würd. 

Der anger, der spanisch Teig, geit zersch glych, aber nachhär tuet me dä usröuele, dick mit Anke ystriche aber nume uf der einte Heufti, nächhär zämelege, wieder uströöle, wieder d Heufti mit Anke ystriche, wieder zämelege, wieder uströöle, wieder d Heufti mit Anke ystriche…. 

Die, wo us em Konditorehandwärch chöme, merke itze, dass das e ganz normale Bletterteig isch. Amene Bletterteig het me auso früecher «spanische Teig» gseit. Dä het o ir Ysebahn- Gschicht vor Schwyz siner Spure hingerlaa: Die erschti Ysebahn, wos i üsem Land het gä – die vo Züri uf Bade – hei d Zürcher «Spanisch-Brötli- Bahn» gseit, wüu die riiche Zürcher Herre ihrne Diener hei befole, am Morge mit der Bahn uf Bade z fahre u dert «Spaneschi Brötli» ga z choufe. Das gits dert hüt no u isch es Güetzi us Bletter-teig!

Mir fö afe einisch mitere Hüenerpaschtete a. Drzu näme mir zwü Hüener, tüe se würze, entbeindle u verchlinere. Nächhär näme mir Lammfleisch u d Feissi vom Lamm u tüe das ganz guet hacke. Itze tüe mir die beide Fleisch mische u i d Paschteteform yfüue. Wichtig sig, dass me no fyn gschnitteni Zitrone dra tüeg, das isch dennzumale e tüüri Delikatesse gsy. De deckt me die Paschtete ab u macht es Loch, tuet die Paschtete in Bachofe u lat se la bache. Es sig bsungersch guet, weme de am Schluss no e chly Fleischbrüi tüeg i das Loch ycheschütte. E Guete.

05.07.2018 :: Hans Minder, Lokalhistoriker
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