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Öppis, wo füresteit wie bire Schnäpfe
Öppis, wo füresteit wie bire Schnäpfe Ört u Näme:

«Schnäpfenäscht» heisst e Waud nördlech vo Lützuflüeh. Weme das runde Wäudli vo wytems -aaluegt, de chönnt me scho -meine, es syg es überdimensionau grosses Vogunäscht. Ufe erscht Blick isch klar: Dä Waud heisst so, wüus dert uffäuig viu Schnäpfe het gä. Gmeint isch d Waudschnäpfe. D Voguwarte Sämpach schrybt, dass die Zugvögu öppe vo Ändi März bis Afang Septämber ir Schwyz syge. Pro Jahr tüege zwüsche 1000 u 4000 Exemplar i üsem Land brüete – ir Tendänz ender weniger. Wäge däm giut d Waudschnäpfe bi üs aus «verletzlich» u steit uf dr rote Lischte; -wäutwyt syg die Art aber nid gfährdet. Obschon dr Läbens-ruum vo dene Vögu dr Waud isch, isch ds Ämmitau mit sine grosse Wäuder hüt nid ds -typische Bruetgebiet. Me trifft dä Vogu ender im Jura a – wobi dass es äue schwierig isch, dä schüüch Vogu überhoupt einisch ds gseh: D Schnäpfe, wo Insekte u Würm frässe, sy nämlech ersch ab dr Dämmerig ungerwägs. Düre Tag verstecke si sech am Bode u sy dank ihrne Fädere chuum ds gseh. Ds Uffäuigschte a däm Vogu isch dr läng -Schnabu – nach däm isch er o benamset worde. Ds authoch-dütsche «snepf» bedütet unger angerem o, «öppis, wo füresteit». 

Genau das macht äbe d Dütig vo däm Ortsname nid ganz eifach.
I weiss natürlech nid, öbs i däm Waud früecher eso Vögu het gä. Inere Queue vo 1760 isch dä Waud aus «Schnaepffen-Naest» erwähnt. Wyter hani nume no ei Ytrag gfunge: «Schnepf» ir Gmein Trueb. Das Huus im -Fankisgrabe gits nümme, am Land säg me aber geng no so. 

Es isch bi beidne müglech, dass d Bezeichnig vo öppisem chunnt, wo füresteit. «Schnäpf» seit me unger angerem o am Spitz vom Mieder bire Tracht. Ds Gebiet im Trub gseht – mit e chly Fantasie – eso us. U dr Waud bi Lützu-flüeh steit füre, wüu dä obe ufeme Hoger isch. Dr Zuesatz «-näscht» dütet aber ender uf d Vögu aus Ursprung häre.

04.10.2018 :: Bruno Zürcher
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