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Nun wurden auch die beiden Ortsplanungen «fusioniert»
Nun wurden auch die beiden Ortsplanungen «fusioniert» Escholzmatt-Marbach:

Die Ortsplanungen der ehemaligen Gemeinden Escholzmatt und Marbach wurden zusammengeführt und aktualisiert. Zu reden gaben Rückzonungen und Gewässerräume.

Nach der Fusion der Gemeinden Escholzmatt und Marbach auf den 1. Januar 2013 mussten nun noch die Instrumente der Nutzungsplanung, namentlich die Bau- und Zonenreg-lemente sowie die Zonenpläne zusammengeführt werden. «Bei der Revision unserer Ortsplanung waren auch die Vorgaben des angepassten eidgenössischen Raumplanungsgesetzes von 2014 und den darauf abgestützten kantonalen Richtplan zu berücksichtigen.» Dies betonte Fritz Lötscher, Gemeindepräsident, in seiner Einleitung der von 58 Stimmberechtigten besuchten Gemeindeversammlung. Er ergänzte, dass insbesondere auch eine Rückzonungsstrategie habe entwickelt werden müssen, da in der Gemeinde gemäss kantonalem Richtplan deutlich zu grosse unüberbaute Bauzonen vorhanden seien.

Unerledigte Einsprachen

Gabriele Horvath, Raumplanerin beim Büro Suisseplan Luzern, hat die Gemeinde Escholzmatt-Marbach in den letzten gut vier Jahren bei der Ortsplanungsrevision begleitet und die Ergebnisse nun vorgestellt. Im Auflageverfahren seien neun Einsprachen eingegangen. Mittels Verhandlungen hätten davon sechs durch Rückzug oder Einigung erledigt werden können. In drei Fällen konnte den Anträgen der Einsprechenden nicht zugestimmt werden. Dabei handelt es sich unter anderem um die Reduktion einer Bauzonengrösse und den Verzicht auf eine Sonderbauzone. «Bird Life Luzern, Pro Natura, die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz sowie der WWF haben eine gemeinsame Einsprache mit zahlreichen -Anträgen eingereicht», berichtete Gabriele Horvath. Die Gemeindeversammlung folgte den Anträgen des Gemeinderates und wies die Einsprache der Umweltverbände in den Punkten Bauzonengrösse, Gewässerräume und Wildruhezonen mit nur einer Gegenstimme ab.

Bau- und Zonenreglement genehmigt

Auf Grund des neuen kantonalen Baugesetzes enthält das neue Bau- und Zonenreglement der Gemeinde auch die national standardisierten neuen Baubegriffe. So gelten anstelle der zulässigen Anzahl Vollgeschosse (Escholzmatt) oder der Definition der Fassadenhöhe (Marbach) neu die Gesamthöhe des Gebäudes als Messgrösse. «Vorgaben von Bund und Kanton verlangen eine haushälterische Bodennutzung und dementsprechend eine Verdichtung durch hohe, kompakte Bauten», betonte Fritz Lötscher. Deshalb sei die Ausnützungsziffer abgeschafft und durch eine sogenannte Überbauungsziffer abgelöst worden. Diese erlaube eine bessere Ausnützung des knappen Bodens. Bau- und Zonenreglement passierten ohne Gegenstimme. Die Zonenpläne Landschaft Nord und Süd sowie die elf lokalen Zonenpläne wie zum Beispiel Dorf Escholzmatt, Feldmoos, Wiggen, Dorf Marbach oder Marbachegg, sowie die Gesamtrevision der Ortsplanung Escholzmatt-Marbach wurden einstimmig genehmigt.

Es bleibt noch einiges zu tun

Die revidierte Ortsplanung geht nun zur Genehmigung an den Kanton. Verschiedene Votanten äusserten sich zu den anstehenden Folgearbeiten, insbesondere zu der Rückzonung von zehn Hektaren Fläche und der Ausscheidung von Gewässerräumen ausserhalb des Siedlungsgebietes. «Das sind sehr sensible Bereiche und grosse Herausforderungen für die Gemeinde. Gefordert sind deshalb eine sorgfältige Arbeit und eine gute -Information der Betroffenen. Der kleine Handlungsspielraum, den das Gesetz bietet, ist dabei voll auszuschöpfen», sagte Fritz Lötscher abschliessend.

05.09.2019 :: Walter Marti
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