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Novembergedanken

Es gibt Menschen, die mit dem Monat November nicht viel anfangen können. Denn grau, wenn nicht sogar erdrückend, können die Tage für sie sein. 

Es gibt aber auch Menschen, die gerade dies sehr schätzen.
Wieder andere kommen ins Schwärmen. 

Der November hat eine seltsame und besondere Anziehungskraft. Ich persönlich werde nachdenklich, wenn ich die letzten fallenden Blätter – bunt und leuchtend in der Spätherbstsonne – betrachte. Das Spiel und Wirbeln der Blätter faszinieren mich. Langsam, aber sicher fallen sie schlussendlich auf die Erde. «Vergänglichkeit», sagen die einen! «Vorbereitung auf den kommenden Winter», sagen die anderen! Wieder andere schauen noch weiter in die Zukunft und sind der Meinung: «Der nächste Frühling wird sicher kommen! Du kannst das Rad der Zeit nicht einfach bremsen oder sogar anhalten.» Und schliesslich sagen andere: «Es kommt wie es kommen muss.» All diese Äusserungen beinhalten so viel Wahres und Menschliches. Es ist ein wunderbares Abbild unseres Lebens.

Das hindert mich nicht, immer nur über den Nebel zu jammern, verbittert zu werden über die kälter werdenden Tage. Jedoch ist es gut, wenn wir uns Zeit nehmen, über das eigene Leben nachzudenken und unsere ganz persönlichen Parallelen von der Natur zum eigenen Leben zu ziehen. Es bringt nichts, den Kopf in den Sand, entschuldigung, in den kommenden Schnee zu stecken. Dazu hat Monika Minder die Novembertage mit folgenden Worten beschrieben: «Und doch blitzen letzte Blätter, gelb durch den
Nebel, lächeln späte Bäume uns freundlich zu, schenken Trost für stille Tage, die unserem Reisen ein bisschen einen Riegel schieben möchten in der Hoffnung, dass wir sie sehen.»
Packen wir den Spätherbst und den Frühwinter mit all dem, was er uns sagen will, an und geben wir ihm unser ganz persönliches
Gesicht!

07.11.2019 :: Jakob Zemp, Wallfahrtspriester, Heiligkreuz im Entlebuch, Schüpfheim
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