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Neuer Lebensraum für Vögel und Insekten
Neuer Lebensraum für Vögel und Insekten Hasle:

Eine neue Hecke soll das Landschaftsbild auf dem Eichholz bereichern. Noch sieht es dort kahl aus, aber dank der Frühlingssonne wird sich dies in den nächsten Wochen ändern.

Im Gebiet Eichholz in Hasle, wo die Firma Fritz Blaser AG über viele Jahre Kies abgebaut hat, wurde das Land im vergangenen Herbst rekultiviert. Es wird nun wieder landwirtschaftlich genutzt, wobei aus ökologischen Überlegungen auch ein etwa zehn Meter breiter und etwas über 200 Meter langer Landstreifen, der im Besitz der Bodenverbesserungsgenossenschaft Hasle ist, als Standort für eine Hecke reserviert wurde. Die Firma Blaser finanzierte die Pflanzen und das Projekt, welches unter fachkundiger Beratung durch Samuel Bachmann von der Stiftung Landschaft und Kies erarbeitet und am vergangenen Samstag von Mitgliedern des Jagd- und Wildschutzvereins Trachselwald und weiteren Helfern realisiert wurde. 

Jäger als Heger im Einsatz

Dass es gerade die Hegegruppe Lützelflüh war, welche die Pflanzarbeiten im Rahmen ihrer freiwilligen Hegetätigkeit ausführte, war nicht reiner Zufall, ist doch Hegechef Werner Rettenmund selbst als langjähriger Mitarbeiter im Kieswerk tätig. Bereits am frühen Morgen nahmen die Hegeleute – zwei Jägerinnen, sechs Jäger, ein Jungjäger und ein kleiner Helfer — die Arbeit auf dem rekultivierten Landstreifen auf. Unterbrochen von Freiflächen gliederten sie die Hecke in vier Abschnitte. Sie schaufelten eifrig Pflanzlöcher für die von Samuel Bachmann von der Stiftung Landschaft und Kies zuvor sorgfältig ausgewählten und verteilten Pflanzen und versahen sie mit kleinen Pfählen. Dies, damit die Jungpflanzen, später beim allenfalls notwendig werdenden Mähen des dazwischen wachsenden Grases, nicht übersehen werden. Bis am Mittag steckten dann die Wurzeln von insgesamt 320 einheimischen Büschen und Sträuchern in der neu gewonnenen Erde. 

Unterschlupf und Nahrung

Noch wirkt alles etwas kahl, aber bald werden sich Hartriegel, Faulbaum Liguster, Geissblatt, Schwarz- und Kreuzdorn, Hundsrose, Hollunder, Schneeball, Wildobst und vieles mehr sowie ein schöner Krautsaum im grünen, blühenden Frühlingskleid zeigen. Diese Pracht wird nicht nur die Augen von Spazierenden erfreuen, sondern vor allem zahlreichen kleinen Lebewesen, Insekten und Vögeln langfristig Unterschlupf, Lebensraum und Nahrung bieten.

Apropos Nahrung, daran fehlte es auch den Hegeleuten nicht. Nach einer Zwischenverpflegung am Vormittag freuten sie sich – nach getaner Arbeit – auch noch über ein ebenfalls von der Firma Fritz Blaser AG offeriertes Mittagessen und die anerkennenden Dankesworte von Betriebsleiter Frank Waser und Gruppenleiter Richard Gertsch.

26.03.2020 :: Elisabeth Pfäffli
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