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Mit dem Treibstoff vom eigenen Dach
Mit dem Treibstoff vom eigenen Dach Schwanden:

Der Schweizer Traktorenhersteller Sepp Knüsel präsentierte in Schwanden
einen Prototyp des Rigi Trac SKE 50 – den ersten Traktor mit voll-elektrischem Antrieb.


 

Seit 16 Jahren produziert Sepp Knüsel in Küssnacht am Rigi Traktoren mit dem Namen Rigi Trac. Zum Firmensortiment gehört auch eine eigene Palette von Heuaufbereitungsmaschinen. Das Angebot wird mit diversen Importprodukten für die  Landwirtschaft und den Kommunalbereich komplettiert. An sogenannten Feld--Abenden wird das umfangreiche Sortiment derzeit schweizweit im praktischen Einsatz demonstriert.

Auf Einladung von Regionalvertreter Franz Held gastierte vergangenen Donnerstag Firmengründer Sepp Knüsel gemeinsam mit seiner Frau und den vier Töchtern, welche im Betrieb mitarbeiten, im Emmental. Zwischen Schwanden und Obergoldbach liessen sich 150 Händler und Landwirte die neusten Errungenschaften der Landtechnik nicht entgehen. 

Der Star des Abends 

Klar im Mittelpunkt des Interesses stand der komplett elektrisch konzipierte Rigi Trac SKE 50. Mit diesem batteriebetriebenen Elektrotraktor können Bauern künftig ihre Sonnenenergie von der betriebseigenen Fotovoltaikanlage als Treibstoff nutzen. In Standzeiten dient die 500 Kilo schwere Lithium-Batterie (80 kWh) unter der Kabine als hofeigener Stromspeicher. Damit muss die überschüssige Energie nicht ins Netz eingespiesen werden. Die fünf separaten Elektromotoren (zwei treiben die  Achsen an, zwei die Zapfwellen und einer die Hydraulikpumpe) haben zusammen eine Nennleistung von 50 Kilowatt, was 68 PS entspricht. Der kompakt gebaute Traktor mit Energierückgewinnungs-Vorrichtung hat ein Leergewicht von 2800 Kilo und eine garantierte Einsatzzeit von fünf Stunden. 

Praxistauglich

Sepp Knüsel und seine Konstrukteure haben für den Bau des SKE 50 eine Vielzahl von Standard-Komponenten verwendet. Nach der vielbeachteten Präsentation an der Fachmesse Agrama im November letzten Jahres in Bern folgt nun die Erprobung der Praxistauglichkeit. «Die Resultate der Feldversuche mit dem umweltfreundlichen Prototyp sind durchaus positiv verlaufen», freute sich der Firmengründer. Zu kaufen gibt es den Electric-Traktor aus der Innerschweiz aber noch nicht. Eine erste Serie soll erst in zwei Jahren in Produktion gehen. Bezüglich des Verkaufspreises konnte der Hersteller noch keine konkreten Angaben machen. Das grosse Interesse an der Vorführung in Schwanden zeigte eindrücklich, dass die Emmentaler Bauern hinsichtlich neuen, ressourcenschonenden Technologien offen sind. 


 

05.09.2019 :: Ulrich Steiner
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