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Mit dem Herzensklub gegen das neue Team
Mit dem Herzensklub gegen das neue Team SCL Tigers:

Für einen Spieler ist die Playoff-Serie zwischen den SCL Tigers und Lausanne ganz besonders speziell: Loïc In-Albon. Denn der Stürmer der Waadtländer spielt ab der nächsten Saison für den aktuellen Gegner Langnau. Der 21-Jährige unterschrieb vor zwei Monaten einen Zweijahresvertrag (plus Option für eine dritte Saison) im Emmental. Über den Grund für den Klubwechsel sagt er: «Als ich mit Sportchef Marco Bayer gesprochen habe, hatte ich direkt ein gutes Gefühl. Der Wechsel wird eine neue Challenge für mich und ich hoffe, einen Schritt vorwärts zu machen.» Der Walliser durchlief die Juniorenabteilungen von Sierre und Visp und wechselte im Alter von 15 nach Lausanne. Dort debütierte er im Januar 2016 unter einem gewissen Heinz Ehlers in der obersten Liga. Er spielte jedoch nur ein einziges Mal unter dem Dänen. Als In-Albon in der Saison 2016/17 regelmässig für die erste Mannschaft auflief, war Ehlers bereits weg.

Dass der junge Stürmer in seinen ersten Playoffs auf Profi-Niveau gleich auf den künftigen Verein trifft, bezeichnet er als speziell. «Gleichzeitig ist es eine grosse Motivation für mich. Es ist schon toll überhaupt Playoffs spielen zu können und noch toller, dies gegen den künftigen Verein zu tun.» Zu viele Gedanken über die Zukunft macht er sich jedoch noch nicht. «Noch ist Lausanne meine Mannschaft. Ich spiele seit sieben Jahren hier, dieser Verein ist in meinem Herzen. Deshalb ist ganz klar, dass ich gegen Langnau gewinnen will.» Am Dienstag gelang ihm und seinem Lausanner-Team das schon mal ganz gut. Die markante Leistungssteigerung im Vergleich zur 1:5-Niederlage am Samstag begründet In-Albon so: «Wir haben das erste Spiel auf Video sehr genau analysiert und konnten dann im zweiten Spiel viele Sachen verbessern.» 

Auf die Frage, was er vom dritten Match heute Abend erwartet, antwortet er – trotz seines jugendlichen Alters – im Stile eines Routiniers: «Wir müssen einfach unser Spiel spielen und Match für Match nehmen.» Dass sein Team unter Druck steht, weil die nordamerikanischen Investoren nach dem Verpassen der Playoffs im Vorjahr ein Scheitern im Viertelfinal kaum goutieren würden, belastet ihn nicht. «Unser Ziel waren die Top 4 in der Qualifikation, das haben wir geschafft. Jetzt gehen wir Schritt für Schritt weiter und wollen noch mehr erreichen.» Weil der
Vater des im Unterwallis aufgewachsenen Loïc In-Albon aus der Nähe von Visp stammt, spricht der künftige Tiger auch schon ein wenig deutsch. «Bis zum Ende des Sommers bin ich dann hoffentlich komplett zwei-
sprachig», sagt er am Ende des Gesprächs mit einem Lächeln.

 

 

14.03.2019 :: Christoph Schär
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