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Messeteile von 20 Komponisten
Grosshöchstetten:

Der erweiterte Singkreis Zäziwil interpretierte das Projekt Missa – eine Collage in der Kirche Grosshöchstetten. Aus Einzelteilen wurde ein Ganzes. 

Die Dirigentin und zugleich Konzeptinitiantin Mona Spägele wählte Einzelteile aus der katholischen Messe von verschiedenen Komponisten aus und fügte sie zu einer Collage für das Konzert zusammen. Unterstützt wurde der Singkreis durch das Bläserensemble «I Buccinisti» (drei Posaunen und Zink), durch das Vocalensemble «poesia vocale» und durch den Organisten Jacques Pasquier.

Die einzelnen Messeteile stammten aus verschiedenen Vertonungen von Komponisten der Renaissance bis zur Moderne und bildeten zusammengesetzt wiederum ein Ganzes. Abwechselnd mit grossem Klangvolumen des rund 60-köpfigen Gesamtchors, den feingliedrigen, oft gehauchten Passagen der ein Dutzend Sängerinnen und Sänger umfassenden «poesia vocale» und Fassungen für die Bläser, entstand eine bunte Mischung der verschiedenen Teile als Kaleidoskop.

Verschiedene Klangbilder

Bereits der Beginn, eine Sonata von Cesario Gussago (um 1608), brachte eher ungewohnte Klänge. Mit Bass-, Tenor- und Altposaune, als Basis für den meist melodienführenden Zink, interpretierten die Bläser das Werk subtil. Das kleine Vocalensemble glänzte im Kyrie und Sanctus von Knut Nystedt (20. Jahrhundert) mit einheitlichem Klangbild, einer feinen Sprachgestaltung und exzellenten Pianostellen.

Ein Höhepunkt war das Credo von Antonin Dvoràk. Allein in diesem Messeteil ergaben sich verschiedene Klangbilder, die von den Ausführenden sehr schön wiedergegeben wurden. Der grosse Chor vermittelte ein abgerundetes Klangbild, übergab nahtlos dem kleinen Chor, die Orgel untermalte und die Bläser waren ebenfalls eingesetzt. Ausgezeichnet gelang das «et incarnatus es», ein schwieriger Teil innerhalb des Credos. Die «poesia vocale» interpretierte dies in Höchstform.

Den Abschluss bildete der zweite Teil aus der Missa Laetatus, «Agnus dei» von Tomas Luis de Victoria (um 1600). Zwölf Stimmen in drei Chören lautet der Untertitel und diese Fülle war denn auch, wie schon im ersten Teil desselben Komponisten (Kyrie), zu hören. An die 20 Messeteile von fast ebenso vielen Komponisten durfte die Zuhörerschaft während anderthalb Stunden geniessen. Eine stehende Ovation war der Lohn für das ausgezeichnete, spezielle Konzert. 

14.03.2019 :: jsg.
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