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«Meine Hardware ist wieder in Ordnung»
«Meine Hardware ist wieder in Ordnung» SCL Tigers: Deny Bärtschi – er ist der Pechvogel der SCL Tigers par excellence. In der NLB-Saison 2013/14 spielte der Verteidiger in 31 von 45 Qualifikationsspielen und fehlte in den Playoffs in allen 16 Partien.
In der Meisterschaft 2014/15 war der gebürtige Bieler nur in 16 von 48 Qualispielen einsatzfähig. Im Playoff spielte er dann in neun von 15 Partien und in der Ligaqualifikation gegen Rapperswil konnte der bald 34-Jährige in allen vier Begegnungen mittun. In der laufenden NLA-Saison gehört Deny Bärtschi erneut zum Kreis der Dauerverletzten der SCL Tigers. Im Vorbereitungsspiel im August gegen Genf-Servette erlitt der Sohn von Ex-Nationalspieler Urs Bärtschi und Bruder von ZSC-Lions-Stürmer Patrik Bärtschi, nach einem Check eine weitere schwere Hirnerschütterung. Seit diesem Spiel arbeitet der 14-fache Junioreninternationale am Comeback.

«Check war völlig korrekt»

Der SCL-Verteidiger erinnert sich an die Situation im August, in der die Verletzung passiert ist. «Ich führte die Scheibe hinter dem Tor und war auf den Check des Genfer Spielers nicht gefasst. Mit dem Kopf knallte ich ans Plexiglas», erklärt Bärtschi mit der Anmerkung, dass der Check völlig korrekt war. «Ich spürte sofort, dass etwas nicht stimmt. Links konnte ich nichts mehr sehen und beim Aufstehen wurde mir total schwindelig», analysiert der Seeländer diese, für ihn fatale Situation. Seither arbeitet er an seiner Rückkehr aufs Eis. Während drei Tagen ist er in Zürich in der Schulthess Klinik bei Spezialisten. «Hier absolviere ich morgens und nachmittags koordinative und visuelle Übungen», erklärt der 443-fache NLA-Spieler. In Langnau arbeitet er daneben an seiner Kondition und macht dabei auch leichtere Übungen auf dem Eis. Deny Bärtschi hofft, dass er in dieser Saison wieder spielen kann. «Meine Hardware ist wieder in Ordnung», sagt er, «die Software jedoch, die muss jetzt noch genau kalibriert werden», so habe es ihm eine Ärztin in Zürich erklärt, sagt der am 3. April 1982 in Biel geborene Verteidiger. Aktuell spürt Bärtschi immer noch den sogenannten Belastungsschwindel. Es sei für ihn aber positiv, dass er jetzt mit dem Gleichgewicht endlich keine Probleme mehr habe.

«Auch eine Frage des Respekts»
Wo sieht Deny Bärtschi die Gründe für die sich mehr und mehr häufenden Hirnerschütterungen bei Eishockeyspielern. «Es sind sicher mehrere Faktoren», betont Bärtschi. «Das Spiel wird immer schneller und dadurch wirken in Zweikämpfen grössere Kräfte auf die Spieler. In vielen Situationen ist somit auch die Reaktionszeit kürzer und so ist man nicht immer bereit, einen Check richtig entgegenzunehmen.» Für Deny Bärtschi ist klar, dass neue «bewegliche» Banden ein Beitrag zum Schutz von Spielern wären. Wichtig sei aber auch, dass die Liga gegen Sünder und vor allem gegen Wiederholungstäter härtere Strafen ausspreche. «Für mich ist es zudem eine Frage des Respekts gegenüber dem Gegner», erklärt Bärtschi. Es gäbe Situationen im Spiel in denen ein Check nicht die richtige Wahl sei. Respekt und Fairness im Spiel – Grundsätze, die wieder mehr gelebt werden müssten. Mit der schönen Nebenwirkung, dass sich die Verletztenlisten in den Klubs wieder lichten würden.       
04.02.2016 :: Martin Burri
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