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Meilenstein in Sachen Naturschutz
Kanton Bern:

Der Regierungsrat hat den Sachplan Biodiversität genehmigt. Er zeigt auf, wo im Kanton Bern bei der Biodiversitätsförderung prioritär Handlungsbedarf besteht. 

In der Schweiz besteht bei der Biodiversität Handlungsbedarf: Gemäss Bundesamt für Umwelt ist knapp die Hälfte aller Lebensräume in der Schweiz bedroht, mehr als ein Drittel aller Arten ist gefährdet. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stellt der Schweiz kein gutes Zeugnis aus: Grösse, Qualität und Vernetzung der Schutzgebiete seien im internationalen Vergleich mangelhaft.

Den Rückstand aufholen 

Der Kanton Bern wolle den Rückstand in Sachen Biodiversität schrittweise aufholen und habe mit dem Sachplan Biodiversität die Grundlage dafür geschaffen, teilt der Regierungsrat mit. Mit der Genehmigung des Sachplans sei ein Meilenstein für den Naturschutz gesetzt worden. Für Behörden, Gemeinden und Organe der Regionen zeigt der Sachplan verbindlich auf, wo und wie die Förderung verstärkt und der Erhalt der Biodiversität verbessert werden kann. Dazu gehören unter anderem:

Naturschutz: Inventarobjekte behördenverbindlich festlegen (Moore, Auen, Trockenwiesen, Amphibienlaichgebiete). Weiter sollen Bewirtschaftungsverträge abgeschlossen, Pflegepläne umgesetzt werden.

Jagd und Wildtierschutz: Wildwechselkorridore behördenverbindlich festlegen und in die kommunalen Nutzungsplanungen übernehmen sowie Massnahmen für besseren Schutz von einheimischen Vögeln und anderen Wildtieren in deren Lebensräumen umsetzen.

Gewässer und Fischerei: Lebensräume gefährdeter Fisch- und Krebs-arten erhalten und aufwerten, Laich-habitate fördern, wiederhergestellte Lebensräume von gefährdeten Arten wiederbesetzen sowie bestehende Wasserkraftanlagen sanieren, um Fischwanderungen zu ermöglichen.

Wald: Weitere Verträge für Waldreservate abschliessen, Vertragsnaturschutz fördern sowie Lebensräume aufwerten.

Landwirtschaft: Biodiversitätsförderflächen aufwerten sowie eine kantonale Vollzugsstelle zum rationellen Vollzug der Vernetzungs- und Landschaftsqualitätsprojekte betreiben.

Raumplanung: Die Biodiversitätsziele mit den raumplanerischen Ins-trumenten unterstützen (Sachplan Moorlandschaften, See- und Flussufergesetz, regionale Richtplanung, kommunale Nutzungsplanungen).

Der Regierungsrat will mit seinem Biodiversitätskonzept seinen Beitrag zur Umsetzung der Bundesstrategie und des Aktionsplans leisten. Der Sachplan Biodiversität ist der letzte noch fehlende Baustein des kantonalen Konzepts. Er ist zudem eine wichtige Grundlage für die Sicherung von Bundesgeldern im Bereich Naturschutz. Der Sachplan ist seit dem 1. September 2019 in Kraft. 

05.09.2019 :: pd.
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