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«Markt ist nicht mehr wegzudenken»
«Markt ist nicht mehr wegzudenken» Escholzmatt:

Der Kräuter- und Wildpflanzenmarkt hat sich in den letzten sieben Jahren zum Besuchermagnet entwickelt. Der Angebotsmix von 72 Markttreibenden sorgte für Kauflaune.

Im Fahrplantakt kommen die Leute in Scharen vom Bahnhof hermarschiert, alle mit einer grossen, stabilen Einkaufstasche am Arm. Auch ein Blick auf die Autokennzeichen zeigt, dass der Entlebucher Kräuter- und Wildpflanzenmarkt Besucher aus der ganzen Schweiz anlockt. «Dieser Markt ist wirklich nicht mehr wegzudenken», meint eine Besucherin aus St. Gallen. Seit dem ersten Markt komme sie hierher. Ihr gefalle die besondere Stimmung. Einen neuen Besucherrekord von 4500 Leuten schätzt OK-Präsident Franz Duss und lässt sich das Geheimrezept des Märits entlocken: «Wir mixen Pflanzenstände unterschiedlichster Schwerpunkte mit qualitativ hochstehendem Handwerk und Regionalprodukten.»

Eistee ausverkauft

Barb Grossenbacher aus Entlebuch ist zum ersten Mal mit ihrem Edelwhite Gin dabei. Mittags schickt sie ihren Mann nach Hause, um Nachschub zu holen. Auch am Stand der Freunde der Öle Münsingen hat man Nachschub geordert, der Verkauf des Baumnussöls läuft wie geschmiert. Ursula Renggli von den Entlebucher Kräuterbauern bietet zwei Kindern einen neu kreierten Eistee zum Probieren an, doch kaufen kann man die Teemischung bereits nicht mehr: Ausverkauft. Nach dem Mittag machen besonders die Pflanzenstände einen etwas zerzausten Eindruck. Der grösste Ansturm sei nun vorüber, weiss ein Gärtner zu berichten. Alle, die bestimmte Pflanzen wollten, seien jeweils Punkt neun Uhr auf dem Platz, erzählt er. Nachmittags kämen dann diejenigen, die den Markt zum ersten Mal besuchten oder einfach mit Musse die Atmosphäre geniessen wollten. 

Christian Baumgartner aus Signau stellt kunstvolle Feuerschalen und Grills her und wirbt nebenbei für besondere Anlässe, die er auf seinem Bauernhof organisiert. «Die negativen Schlagzeilen rund um die Biodiversität führen wohl dazu, dass nun alle mit Wildpflanzen die Welt retten wollen», vermutet er beim Aufladen seiner schweren Schalen. «Bis nächstes Jahr!», ruft er bei der Abfahrt fröhlich den Gemeindearbeitern zu, welche die Marktstände zusammenräumen. 

Wo man hinschaut zufriedene Gesichter; ein Markt, der offensichtlich alle glücklich macht.


23.05.2019 :: Sandra Steffen-Odermatt
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