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Lokalmatador Joel Wicki ist der überlegene Sieger am Jubiläumsfest
Lokalmatador Joel Wicki ist der überlegene Sieger am Jubiläumsfest Schwingen: Zum 100-jährigen Bestehen des Entlebucher Schwingerverbands stiegen am Sonntag in Escholzmatt vor 1200 Zuschauern gut 90 Schwinger in die Zwilch-Hosen.

Joel Wicki siegte am Jubiläumsschwinget des Entlebucher Schwingerverband in Escholzmatt. Der 22-jährige Sörenberger startete als Topfavorit gegen den einzigen angetretenen Eidgenossen Patrick Räbmatter aus Unterkulm AG. Schon beim zweiten Zusammentreffen verlor das Schwergewicht (150 kg) Patrick Räbmatter mit Innerem Haken. Das verlieh Joel Wicki einen grossen Motivationsschub für den weiteren Verlauf. Aber schon beim zweiten Gang musste Wicki zweimal eine heikle Situation ausbügeln; der 17-jährige Noe Van Messel aus Oberägeri brachte den Lokalmatador fast auf den Rücken, aber da zeigte der Sörenberger, was er in dieser Saison gelernt hat: «Nichts überstürzen, die Ruhe bewahren und meine gelernten Schwünge bis zum Schluss durchziehen». Und so siegte Joel Wicki in letzter Sekunde doch noch. Im dritten Gang musste der Eggiwiler Dominik Gasser die Überlegenheit Wickis anerkennen, beim zweiten Zusammengreifen lag Gasser schon platt auf dem Rücken. Nicht anders erging es Dominik Gassers Klubkollege Fritz Ramseier. Mit Wyberhaken verlor er im ersten Zug. So auch Reto Koch mit Kurz. Somit qualifizierte sich Joel Wicki ohne Frage mit fünf Siegen sicher für den Schlussgang.

 

Frischgebackener Vater im Final

Joel Wickis Schlussganggegner war der Eggiwiler Christian Gerber, der vor kurzem Vater einer Tochter geworden ist. Der Eggiwiler startete allerdings nicht so gut in das Jubiläumsfest. Er musste sich im ersten Gang gegen Turnerschwinger Marcel Bieri aus Edlibach das Sägemehl vom Rücken klopfen lassen. Anschliessend ging es aber nur noch mit Siegen Richtung Schlussgang.

Zur Endausmarchung mit Joel Wicki hatte Christian Gerber jedoch keine Chance: Nach nicht einmal zwei Minuten (1.54) verlor der Eggiwiler mit Innerem Haken und Kniekehlengriff. Die fehlenden Punkte verwiesen Gerber schlussendlich auf den Rang fünf mit 57.25 Punkten.

 

Räbmatter auf Rang zwei

Hinter dem Sieger Joel Wicki klassierte sich der Eidgenosse Patrick Räbmatter mit fünf Siegen und mit der Startniederlage im Rang zwei mit 58.00 Punkten. Der Schwingklub Siehen, der Schwingklub Zofingen und der Schwingklub Appenzell waren als Gäste eingeladen. Die sechs Siehener Schwinger zeigten guten Schwingsport. Neben dem Schlussgangteilnehmer waren die Zwillingsbrüder Fritz und Thomas Ramseier so wie der Neukranzer Dominik Gasser, Lukas Sigrist und Lukas Lüthi am Start. Fritz Ramseier und Dominik Gasser gewannen je vier und verloren je zwei Kämpfe und sind im Rang 8b und 8e mit 56.50 Punkten klassiert. Thomas Ramseier schaffte drei Siege und drei Niederlagen. Lukas Ramseier holte zwei Siege und verlor vier Gänge. Mit drei Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage ist der 16-jährige Lukas Lüthi im Rang 13a sehr gut klassiert und um eine Erfahrung bei den Grossen reicher.

«Ich möchte einen Kranz in Zug»

7 Kränze, acht Kranzfestsiege, sehr viel Potential und eine hohe Erwartungshaltung der Fans: Joel Wicki strebt heuer in Zug einen eidgenössischen Kranz an. Wicki im Interview:

 

Joel Wicki, Sie hatten hier, in Escholzmatt am 100-Jahr-Jubiläumsschwinget des Entlebucher Schwingerverbands ein Heimspiel. Ist der Sieg für Sie etwas Besonderes?

Ich habe mich gefreut, hier in den Sägemehlring zu steigen. Ich bin stolz, mit sechs Siegen das Heimfest gewonnen zu haben – und das noch fast vor der Haustür. 

 

Heuer ist mit dem Eidgenössi-schen in Zug ein ganz besonderes Jahr: Sind Sie soweit zufrieden mit Ihrer Leistung?

Ich habe bis jetzt keine Verletzung, bin gut in die Saison gestartet und sehr gut in Form. Hoffentlich geht es so weiter. Ich möchte nämlich unbedingt gesund und unfallfrei bleiben, damit ich mit Freude schwingen kann, nach dem jeweiligen Fest gut nach Hause kommen und am Montag da-rauf wieder frisch zur Arbeit erscheinen kann. 

 

Wie trainieren Sie denn dafür?

Ich investiere sehr viel: Vier bis fünf Mal die Woche Schwingen, dann Kondition, Kraft- und Mentaltraining. Es ist zeit- und kraftintensiv mein Training, aber nur so kann ich die Schwünge immer wieder üben, bis es mit dem Ablauf stimmt.

 

Sie werden in Zug für das Eidgenössische als Favorit gehandelt – setzt Sie das unter Druck?

Mir ist es egal, was die Presse oder die Leute sagen, ich will einfach einen eidgenössichen Kranz und nichts anderes.

23.05.2019 :: Christian Frey
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