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Liebe, Lärm und Lacher
Liebe, Lärm und Lacher Langnau:

Die Band Trampeltier of Love trat im Käpt’n Holger auf. Die Truppe hat nicht unbedingt den Anspruch, gute Musik zu machen, sondern das Publikum zu unterhalten. 

Das Lokal war gefüllt und die Stimmung ausgelassen. Die Besucher warteten gespannt auf die Darbietung von Trampeltier of Love, die eher unberechenbare, hippe Quasi-Band aus Bern und Luzern. Mit lautem Krach ging es los. Die Band, welche aus den Personen Matto Kämpf (Gesang, Keybord, Megafon), Simon Hari (Gitarre, Gesang, Handtrompete), Marc Unternährer (Sousaphon) und Benjamin Dodell (Schlagzeug, Blockflöte) besteht, überraschte zu Beginn alle Zuhörer mit lautem Gebläse und hartem Gepauke. Es wurde auf Tschinelle und Triangel geschlagen, auf der Gitarre wie auch auf einem seltenen Sousaphon gespielt. Richtig gehört, ein Sousaphon: eine Form der Tuba, wie sie nur selten bei einer Band zu finden ist. 

Das Trampeltier zeigt Gefühle

Nach dem ersten Schock wurde klar, das Trampeltier hat auch Gefühle. Die Künstler standen auf ihren Stühlen und trugen ein Gedicht vor. Weiter ging es mit Sprechgesang über das Leben, über Bern, über Alkohol und über Suizid. Dem Publikum wurde schnell klar, dass es hier nicht nur um den Gesang, sondern in erster Linie um den Text ging. Die belustigten Zuhörer und Zuhörerinnen konnten die eine oder andere Lebensweisheit mitnehmen. «Bevors mi het gä – ischs ömu ou gange», war eine der Aussagen von Matto Kämpf. Man merkte, wie viel Spass die Trampeltiere während des Auftrittes hatten. Kämpf und seine Männer gaben mit ihren (meist) tiefgründigen Texten, Gedichten und Sprüchen alles, um das Publikum bei Laune zu halten. 

Fertig ist noch lange nicht

Zur Pause gesellten sich die Leute an die Bar, an der Wein, Bier und gekehrter Sirup ausgeschenkt wurde. Der zweite Teil begann wieder mit lautem Rums. Das Bier, welches Matto Kämpf hinter der Bühne hatte, war nach der Pause wie durch Zauberhand wieder aufgefüllt. Nach einem intensiven Schlussteil verabschiedete sich die Band, um gleich darauf für die erste Zugabe wieder auf die Bühne zu kommen. Nach wiederholtem lauten Applaus folgte eine Zugabe auf die andere. 

Der Abend wurde schliesslich mit dem traditionellen Glockenläuten, wie es bereits seit 1925 im Schweizer Radio den Sonntag einläutet, ausgeläutet. 

14.03.2019 :: Gian Christen
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