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Lichtspektakel an Schlossmauern
Lichtspektakel an Schlossmauern Ton- und Lichtshow:

Zum Abschluss des Jubiläumsjahrs organisierte die Schlossfamilie in Oberdiessbach die Ton- und Lichtshow «Son et Lumière».

Die Idee, als Abschlussbouquet des doppelten Jubiläums 800 Jahre Oberdiessbach und 350 Jahre Neues Schloss der Bevölkerung ein Lichtspektakel zu bieten, trug die Schloss-Familie von Wattenwyl längere Zeit mit sich herum. «Ich sah vor ein paar Jahren in Nancy eine wunderbare Lichtshow und war davon sehr angetan», sagt Martine von Wattenwyl. Sie war es, die dieses Spektakel für Oberdiessbach initiierte. «Durch glückliche Zufälle trafen wir die geeigneten Künstler, die unsere Ideen umsetzen konnten», ergänzt Sigmund von Wattenwyl. So fanden sie Kari Ott als Koordinator und Techniker, der sich bereits beim Murtenlichtfestival einen Namen gemacht hat. 

Die Schloss-Geschichte miteinbeziehen

«Für mich war immer wichtig, dass wir mit der Lichtshow die Geschichte des Schlosses erzählen», nennt Martine von Wattenwyl eine Vorgabe. Umgesetzt hat dies der Berner Video- und Medienkünstler Marc--André Gasser. An der Hauptfassade des Neuen Schlosses projizierte er mit animierten Bildern unter anderem den Bau des Schlosses unter Albrecht von Wattenwyl. Dazu durfte er auch auf die Originale von Plänen, Skizzen und weiteren Dokumenten zugreifen. Auch der Tod und die Beerdigung Albrechts werden in der Ton- und Lichtshow mit dem Sensemann und einem Sarg dargestellt. Das himmelwärts flatternde Familienwappen symbolisiert Albrechts endgültiger Auszug aus dem Schloss. 

Es folgen der Einzug seines Erben Niklaus von Wattenwyl. Sein aufwändiger Lebensstil wird dargestellt mit Feststimmung hinter den Schlossfenstern. Schliesslich schweifen die Bilder und Fotos der Ahnen und der aktuellen Schlossfamilie – es sind zwölf Generationen – über die Schloss-Fassade. Untermalt ist die Lichtshow mit Musik, teils ausgewählt von der Schlossherrin, teils hat sie Marc-André Gasser selber komponiert.

«Die grosse Herausforderung war, die Geschichte und die modernen Showelemente wirkungsvoll zusammenzubringen», sagte Marc-André Gasser an der ersten Vorführung am letzten Freitag. Ihr Anspruch sei gewesen, die Show nicht nur für ein bestimmtes Zielpublikum zu machen, sondern möglichst viele ansprechen zu können, Junge und Alte, so der Künstler. Gemessen am grossen Applaus und den begeisterten Kommentaren des Publikums scheint ihm dies gelungen zu sein. 

Dramatische Lichtmalereien

Nicht allein die Show an der Hauptfassade des Schlosses versetzte das Publikum in Staunen. Die Mauern des Gemüsegartens und auch die umliegenden Gebäude performte die Lichtkünstlerin Claudia Reh aus Dresden mit beeindruckenden Sujets. Nebst den dauernd leuchtenden Installationen an den Fassaden bespielte sie mit drei Projektoren die Wand der Schloss-Scheune mit einer Livepainting Ligth-Performance. So entwickelte sie vor den Augen des Publikums ihre Werke immer weiter, bis zu deren Vollendung.

Eigens für diese grosse Show liessen die von Wattenwyls von Urs Schenk, der nebst seiner Funktion als Audiotechniker auch als Bühnenbildner arbeitet, am Ende der südlichen Allee eine Fassade eines Pavillons bauen – zu früheren Zeiten soll dort ein solcher gestanden sein. Mit malerischem Licht, verstärkt durch Nebeleffekte, hat Kari Ott diese beleuchtet, wie auch den Hügel und die Bäume oberhalb des Schlosses. 

Einmalig in Oberdiessbach

Das Lichtspektakel sei für sie eine Herzensangelegenheit, sagen die von Wattenwyls. So wirkten nebst den engagierten Künstlern vor allem Familienmitglieder und Freunde im Organisationskomitee mit. «Wir konnten die Show nur dank des finanziellen Engagements der Elektrizitätsversorgung Oberdiessbach durchführen», hält Sigmund von Wattenwyl fest. So schön dieses Spektakel auch gewesen sei, eine weitere Auflage gebe es nicht. 

13.12.2018 :: Jakob Hofstetter
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