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«Langnau ist ein guter Ort für die ersten Lebensjahre meines Sohnes»
«Langnau ist ein guter Ort für die ersten Lebensjahre meines Sohnes» SCL:

Ben Maxwell, der 31-jährige Kanadier ist seit zwölf Saisons Profi-Eishockey-Spieler. Für diese Saison ist er via Russland und Finnland in Langnau gelandet, bis jetzt gefällt es ihm.

«In Russland zu spielen ist sehr interessant, aber es war definitiv nicht die Erfahrung, von der ich als Junge geträumt habe», berichtet Ben Maxwell, von seiner Zeit bei Spartak Moskau. Der in Vancouver aufgewachsene Stürmer war als Kind begeistert von den Canucks, schaffte es aber nur als Zuschauer an die Spiele des Heim-Teams. «Ich wollte in der NHL, daheim spielen», erinnert sich Maxwell. 

Doch es kam anders: Ähnlich wie bei seinem Landsmann und aktuellen Klubkollegen Aaron Gagnon, gehörte Maxwell als Junior zu einer Gruppe hoffnungsvoller Talente, die zwar von der NHL gedraftet wurden, doch vorwiegend in der AHL zum Einsatz kamen. Nach vier Jahren mit vielen Auf und Abs entschied sich der besonnene Maxwell für ein Abenteuer in Finnland. Daraus wurden zwei finnische Meistertitel mit Kärpät Oulu (2014 und 2015) und vier Jahre in der KHL (Yugra Khanty-Mansiysk, Sotchi und Spartak Moskau). «In Russland musste ich alles selber organisieren, auch die Wohnung.» Für den 185-Zentimeter-Mann scheint es keine negativen Erlebnisse zu geben, er spricht vielmehr von interessanten Situationen. «Bis am Schluss konnte ich ein bisschen Russisch, das machte es dann einfacher mit den Leuten zu kommunizieren.» Hier, in Langnau, sei es ein wesentlich schöneres Ankommen gewesen: «Man fühlt sich sehr willkommen, wenn Leute vom Team am Flughafen stehen, die Autoschlüssel bereithalten und die Wohnung schon organisiert ist».

 

«Ich kenne meine Position»

Die National League der Schweiz habe er bisher nicht wirklich auf dem Radar gehabt, gibt Maxwell mit einem verlegenen Lächeln zu. Mit den gegnerischen Teams habe er sich vor der Saison noch kaum auseinandergesetzt. «Ich spiele schon lange genug Eishockey, um, meine Position zu kennen und zu wissen, was ich zu tun habe, egal wer mit mir in der Linie aufläuft und wer mir gegenüber steht», berichtet der Zweiweg-Stürmer selbstbewusst. So wie die Nummer 49 beim ersten Heimspiel gegen Genf aufgetreten ist, kann das nur bestätigt werden: Nicht aufdringlich, aber stets am richtigen Ort, um seiner Mannschaft zu helfen. «Ich hoffe, wir können mit den Tigers auf die Erfolge von letzter Saison aufbauen. Natürlich möchte ich persönlich eine erfolgreiche Saison zeigen können. Es wäre schön, wenn ich die Chance bekäme, etwas länger in der Schweiz zu bleiben», legt Maxwell seine Beweggründe dar; vor allem in Hinblick auf seine junge Familie. «Ich freue mich darauf, dass meine Frau und mein kleiner Junge bald hier ankommen. Die Gegend ist so schön, wir haben eine tolle, grüne Aussicht. Ich finde, hier ist ein guter Ort für die ersten Lebensjahre meines Jungen», schwärmt Ben Maxwell. Was ihm am Schweizer Eishockey ebenso gefällt, sind die kurzen Anfahrtswege. So könne er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. «Es nimmt mich wunder, wie die anderen Stadien des Landes sind. In Russland habe ich in riesigen Arenen gespielt, da mutet das Ilfisstadion fast wie ein Junior-Stadion an, aber mit den richtigen Fans kann bekanntlich auch in einem kleinen Stadion eine tolle Stimmung aufkommen».

19.09.2019 :: Olivia Portmann
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