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Kurhaus-Sanierung wird verschoben
Kurhaus-Sanierung wird verschoben Heiligkreuz:

Die Pflegschaft Heiligkreuz muss mit der Sanierung des Kurhauses zuwarten. Das Projekt wird teurer als angenommen. Zudem hat ein möglicher Geldgeber eine Absage erteilt.

«Die Heiligkreuz-Verwaltung (Pflegschaft) hat beschlossen, das an der Delegiertenversammlung Ende März vorgestellte Projekt zur umfassenden Erneuerung von Küchen-, Heizungs-, Kühlungs- und Lüftungsanlagen im Kurhaus Heiligkreuz, verbunden mit einer Photovoltaikanlage auf der Landwirtschaftsscheune, zu stoppen beziehungsweise zu verschieben», informiert die Pflegschaft in einer Medienmitteilung. Dadurch entfällt die auf Anfang Juli angekündigte ausserordentliche Delegiertenversammlung zur Genehmigung des Sonderkredits in der Höhe von 2,6 Millionen Franken. Einer der Gründe für den Projektstopp seien die höheren -Kosten, die sich im Verlauf der weiteren Planung abgezeichnet hätten, sagt die Pflegschaftspräsidentin Petra Wey-Hofstetter. Aufgrund der Komplexität der Anlagen hat es sich gezeigt, dass es fast nicht umsetzbar ist, einzelne Komponenten zu erneuern. Es braucht eine Gesamtsanierung. Während die ersten Kostenschätzungen bei rund einer Million Franken lagen, sind wir jetzt bei 2,6 Millionen Franken», erklärt Petra Wey--Hofstetter. Eine Etappierung würde voraussichtlich Mehrkosten verursachen. 

Die Berghilfe kann nicht helfen

Ein weiterer Grund sei die Absage
des neben den Banken für die Finan-zierung wichtigsten Geldgebers, der Schweizer Berghilfe. Diese habe das Gesuch geprüft. Sie dürfe aber das Projekt aufgrund der Rechtsform der Pflegschaft, welche eine kirchliche Stiftung ist, nicht unterstützen. 

«Um den Kostenrahmen einzuhalten, wären wir gezwungen gewesen, auf substanzielle Elemente wie die Photovoltaikanlage oder die Erdwärmeheizung zu verzichten, was die Sinnhaftigkeit des Gesamtprojekts in Frage stellen würde», erklärt die Pflegschaftspräsidentin. Die 2,6 Millionen wären unter den gegebenen Voraussetzungen für die Pflegschaft nicht tragbar – deshalb der Rückzug. 

Sie würden das Projekt bereits nach den Sommerferien grundsätzlich neu beurteilen und allenfalls überarbeiten. Auch die Suche nach Geldgebern werde angegangen. «Der Sanierungsbedarf ist dringend, wir möchten baldmöglichst damit beginnen können, so die Präsidentin. Sie hofft, dass eine erweiterte Projektgruppe Lösungen findet, so dass die Sanierung 2021 – nur ein Jahr später als ursprünglich geplant – umgesetzt werden kann. 

Teil des nationalen Ortsbildes

Das Kurhaus Heiligkreuz wurde im Jahr 1985 neu erbaut und ist Teil des national geschützten Ortsbildes. Im Kontext zur Wallfahrtskirche und den umliegenden Tourismusangeboten bildet es ein beliebtes Ausflugsziel im Entlebuch. 

Zusammen mit der Kirche, den umliegenden Gebäuden wie dem Alten Pächterhaus und dem ehemaligen Kapuziner-Hospiz sowie dem Landwirtschaftsbetrieb (samt Weiden und Wald) basiert es historisch auf einer kirchlichen Stiftung. Diese wird unter Mitwirkung der Kirchgemeinden des alten Landes Entlebuch von der Pflegschaft Heiligkreuz verwaltet.

11.07.2019 :: Jakob Hofstetter
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