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Kammern für die Holztrocknung
Zollbrück:

Der Holzverarbeitungsbetrieb de Ligno AG plant einen nächsten Investitionsschritt. Er will zwei neue Trocknungskammern bauen. Auch das Sägewerk soll optimiert werden.

Nach dem Bau einer neuen Halle für die Verarbeitung von getrocknetem Holz und dem Einbau einer Sortierungsanlage steht nun beim Holzverarbeitungsbetrieb de Ligno der nächste Investitionsschritt bevor. «Zur Kapazitätserweiterung möchten wir zwei Trocknungskammern von je sieben mal neun Metern bauen», erläutert Samuel Reber, Mitglied der Geschäftsleitung und Projektleiter, das Bauvorhaben. Damit können pro Charge in zwei bis vier Wochen insgesamt etwa 170 Kubikmeter Schnittwaren getrocknet werden. 

Als besondere Herausforderung bezeichnet der Projektleiter die Wärmezufuhr von der mit Holzrinden gespiesenen Heizung. Hierzu ist der Bau einer Leitung mit einer provisorischen Überführung über den Frittenbach nötig. Diese sei dann durch eine definitive Lösung zu ersetzen, sobald die Gemeinde die vorgesehene Sanierung und teilweise Verlegung des Baches vorgenommen habe, sagt Samuel Reber. Er ergänzt, dass weitere Investitionsschritte im Sägewerk bereits in Planung seien mit dem Ziel, die Prozesse der Holzverarbeitung zu optimieren. «Das wird uns bei gleichbleibender Anzahl von rund 40 Mitarbeitenden erlauben, die Einschnittmenge von heute 28’000 auf bis zu 35’000 Kubikmeter zu steigern.»

Klimawandel hat Konsequenzen

Die Firma de Ligno AG ist auf eine regelmässige Belieferung von starkem Nadelrundholz guter Qualität angewiesen. Hierzu seien insbesondere die Waldbesitzer und die Holzvermarktungsorganisationen gefordert, betont Samuel Reber. Zu denken geben ihm die im Wald sichtbaren Folgen des Klimawandels. Zu den geschwächten, vom Borkenkäfer befallenen Fichten stellt er – als Laie, wie er betont – auch zunehmend «abgängige Weisstannen mit ‹schitteren› Kronen» fest, trotz des tiefgreifenden Wurzelwerkes dieser Baumart. Das anfallende Holz müsse rasch geerntet werden, weil es sonst von Schädlingen befallen werde. «Glücklicherweise -erfreut sich das Schweizer Holz einer zunehmenden Nachfrage», sagt Samuel Reber.

31.07.2019 :: mwl.
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