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Im wichtigsten Moment am stärksten
Im wichtigsten Moment am stärksten SCL Tigers: Im NLB-Playoff-Final gegen Olten standen die SCL Tigers eine Niederlage vor dem Saisonende. Zwölf Tage und fünf Spiele später sind sie in der Ligaqualifikation gegen Rapperswil einen Sieg vor dem NLA-Aufstieg.
Das Beste haben sich die SCL Tigers für das Saisonende aufgespart. Im sechsten Spiel des NLB-PlayoffFinals gegen Olten wehrten sie auswärts mit einem 5:1-Erfolg einen Matchpuck ab, gewannen zuhause das alles entscheidende siebte Spiel mit 5:2, die Best-of-7-Serie nach einem 2:3-Rückstand noch mit 4:3 Siegen und damit auch den Meistertitel. Anschliessend verdienten sie sich mit drei Siegen in den ersten drei Spielen der Ligaqualifikation gegen den NLA-Letzten Rapperswil die Chance, heute Abend im erneut ausverkauften Ilfisstadion mit einem vierten Sieg in die NLA aufsteigen zu können. Der 3:0-Zwischenstand in der Best-of-7-Serie gegen die St. Galler weckt grosse Hoffnungen, täuscht aber auch über den sehr knappen Verlauf der drei bisherigen Spiele hinweg. Auf dem Weg zu den drei Siegen mussten die Langnauer den einen oder andern empfindlichen Rückschlag verkraften.
So fiel beispielsweise im ersten Spiel Martin Stettler schon nach 17 Minuten mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe als routinierter Verteidiger und für Einsätze im Power- und Boxplay aus. Trotzdem erzwangen die Emmentaler den 4:2-Sieg mit zwei Toren in den letzten zweieinhalb Minuten und schnappten den Rapperswilern den Heimvorteil weg. Im zweiten Spiel stand mit dem kranken Anton Gustafsson der erfolgreichste Playoff-Goalgetter nicht zur Verfügung, wodurch der erste Powerplayblock wiederum umgestellt werden musste. Im zweiten und dritten Spiel holten die Rapperswiler jeweils einen Rückstand von zwei Toren auf und glichen acht beziehungsweise 21 Sekunden vor Schluss ohne Torhüter, dafür aber mit einem sechsten Feldspieler, auf 3:3 aus. In den Verlängerungen aber waren die selbstbewusst auftretenden Langnauer die Mannschaft, die die Siege noch mehr wollte und sie mit kalkuliertem Risiko und dem nötigen Wettkampfglück auch holte.
Wer innerhalb von neun Tagen im wichtigsten Moment der Saison in fünf entscheidenden Spielen den stärksten Eindruck hinterlässt und dem Erfolgsdruck gewachsen ist, der ist auch NLA-tauglich. Das vierte Spiel von heute Abend wird für die Langnauer wegen den hohen Erwartungen vor allem zu einer mentalen Bewährungsprobe. Die SCL Tigers sind ein Siegerteam, das in dieser Saison 50 von 66 Spielen gewonnen hat. Die Rapperswiler hingegen sind das Gegenteil, sie haben 47 von 65 Spielen verloren. In 21 NLA-Saisons konnten sie sich im Abstiegskampf schon neunmal retten, aber noch kein einziges Mal standen sie wie jetzt eine einzige Niederlage vor dem Absturz in die Zweitklassigkeit.
09.04.2015 :: Werner Haller
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