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«Ich wollte in der Schweiz bleiben»
«Ich wollte in der Schweiz bleiben» SCL Tigers:

Seit Dienstag ist der 30-jährige Finne, Harri Pesonen neben Captain Pacal Berger zum Topskorer der Tigers avanciert. Mehr zu reden gab aber sein erstaunliches Tor gegen Biel.

Der finnische Stürmer weiss wie es ist, Meister zu werden. Mit Jyväskylä durfte Harri Pesonen gleich zwei Mal die finnische Trophäe in die Höhe stemmen (2009 und 2012).  In Langnau davon zu träumen, wagt er nicht: «Es ist besser, nicht zu viel über Ziele zu sprechen, sondern sich auf die tägliche Arbeit zu konzentrieren», meint Harri Pesonen auf die Frage, ob es nicht das Ziel sein müsste, mit den SCL Tigers die Playoffs zu erreichen. «Wir alle wollen diese Saison besser sein, aber es bringt nichts, so weit vorauszuschauen; wir müssen zuerst die Spiele gewinnen, die unmittelbar anstehen.» Dass die SCL Tigers zum jetzigen Zeitpunkt besser dastehen als in der gleichen Runde der vergangenen Saison, ist offensichtlich. Heuer haben sie nach fünf Spielen neun Punkte auf dem Konto, letzte Saison wars lediglich einer. «Wir sind gut in die Saison gestartet. Klar hätten wir gegen Ambri gewinnen müssen, aber man kann sich ja immer verbessern. Wir sind voll motiviert und freuen uns auf jedes Spiel», sagt Pesonen. 

 

Viel Eiszeit dank guter Leistung

So wie die SCL Tigers scheint auch Harri Pesonen gerade einen Lauf zu haben. Bis jetzt durfte er in jeder Partie aufs Eis, musste nicht als überzähliger Ausländer auf die Tribüne. «Ich kenne das noch vom vergangenen Jahr bei Lausanne, da waren wir am Schluss zwei zu viel. Ich musste häufig auf die Tribüne. Hier bin ich super zufrieden, dass ich so viel Eiszeit bekomme, so bleibe ich im Spiel», erklärt der sympathische Finne und nennt damit den Grund, weshalb er zu Langnau kommen wollte. Die Möglichkeit, mit leistungsstarkem Spiel viel Eiszeit zu bekommen, sei ein Antrieb gewesen. Zudem wolle er in der Schweiz bleiben mit seiner kleinen Familie.  In Langnau sei es etwas ruhiger als am Genfersee.  «Die Schweiz ist toll, es gibt viele schmucke Örtchen, schöne Berge und es ist nicht allzu weit von Finnland entfernt.» Er und seine Frau gehen sehr gerne wandern, neuerdings auch mit ihrem sechs Monate alten Jungen.  «Er ist ein durchschnittlicher Schläfer», lacht Pesonen. Das Gute sei, dass der Kleine direkt nach Saisonschluss geboren worden ist und somit die schlimmeren Nächte in die Sommerpause gefallen seien. «Ich bin meiner Frau sehr dankbar, dass sie jetzt die Nachtschicht übernimmt.» Er helfe dann tagsüber, wo er könne, erzählt Pesonen mit strahlenden Augen. 

 

Abenteuer NHL

«In die NHL zurück ist momentan kein Thema», betont der Blonde Stümer. Er sei glücklich, habe er dort spielen dürfen. Pesonen stand  zwei Jahre bei den New Jersey Devils unter Vertrag (2012-2014). Er spielte allerdings nur gerade vier Spiele in der NHL, den Rest der Zeit durfte er für das Farmteam Albany Devils in der American Hockey League antreten. Danach kam er nach Lausanne, woher er das Coach-Duo Ehlers/Franzén kennt. «Wir hatten eine gute Zusammenarbeit. Sie waren und sind hart mit mir, aber sie haben mich auch gefördert. Das gefällt mir an Ehlers, er ist streng, aber wenn man seine Leistung bringt, dann würdigt er das auch.»

04.10.2018 :: Olivia Portmann
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