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«Ich habe nie an uns gezweifelt»
«Ich habe nie an uns gezweifelt» SCL Tigers: Vor dem Playoff-Start spricht Sportchef Marco Bayer im Interview über die Chancen seines Teams und weshalb er auch nach vier Nieder-lagen in Folge ruhig blieb.

Letzte Saison war Marco Bayer noch der Assistent von Headcoach Heinz Ehlers, nun ist er als Sportchef sein Vorgesetzter. Mit seiner bodenständigen und unkomplizierten Art wurde der 46-Jährige innert kürzester Zeit zu einem Sympathieträger des Vereins.

 

Marco Bayer, vor der letzten Runde der Qualifikation kamen noch fünf Gegner für den Viertelfinal in Frage. Wen hätten Sie gewählt, wenn Sie hätten aussuchen können?

Lausanne wäre vermutlich nicht mein erster Gedanke gewesen. Aber wenn du weiterkommen willst, musst du jede Mannschaft schlagen können. Wir nehmen diese Herausforderung an und glauben an unsere Chance.

 

Langnau hat fünf der letzten sechs Spiele verloren, darunter das abschliessende Qualifikationsspiel am Montag gegen Lausanne, den kommenden Playoff-Gegner. Ärgert es Sie, dass ganz am Schluss der Heimvorteil noch verspielt wurde?

Die Chance war da, wir haben sie aber durch individuelle Fehler im letzten Spiel nicht genutzt. Wenn man sieht, dass wir bis zur letzten Runde um den dritten Platz mitspielen konnten, würde ich dennoch sagen, dass wir einen sehr guten Job gemacht haben.

 

Kann es sogar ein Vorteil sein, -auswärts zu starten, weil der Druck da kleiner ist?

Der Druck ist natürlich schon eher bei Lausanne. Wenn man ihr Kader mit unserem vergleicht, ist das ein Riesenunterschied. Aber um weiterzukommen müssen, wir trotzdem einmal auswärts gewinnen. Das schaffen wir nur, wenn wir als Team auftreten. Und da bin ich optimistisch.

 

Die Mannschaft hat die Nerven der Fans bis zum erlösenden Sieg am letzten Samstag gegen Bern mit vier Niederlagen in Folge strapaziert. Wurden auch Sie langsam nervös?

Überhaupt nicht, ich habe nie an uns gezweifelt. Wir hatten uns diese gute Ausgangslage und all die Chancen ja verdient. Selbst nach der Niederlage in Rapperswil sind wir ruhig geblieben, weil wir wussten, dass wir gegen Bern die nächste Chance haben würden.

 

Denken Sie, dass die Spieler nach den ganzen Emotionen rund um die definitive Playoff-Qualifikation mental bereit sein werden für das erste Spiel am Samstag in Lausanne?

Null Problem. Wir werden im Vergleich zum Spiel am Montag einen Zacken zulegen und Lausanne das Leben so schwer wie möglich machen. Das ist unser Ziel. Und am Schluss schauen wir, wozu es reicht. Wir gehen Einsatz für Einsatz, wie wir das schon die ganze Saison gemacht haben.

 

Anders als 2011, bei der ersten Playoff-Qualifikation, wurde diesmal nicht überschwänglich gefeiert. Bewusst?

Ich weiss, wie schnell es gehen kann, wenn du zu viel feierst und anschliessend der Erfolg ausbleibt. Deshalb haben wir nur kurz gefeiert. Wir haben ein Teilziel erreicht und durften das auch kurz geniessen. Aber jetzt haben wir die Chance, etwas noch Grösseres zu schaffen.

 

Trainer Heinz Ehlers hat die Tigers seit seiner Ankunft im Herbst 2016 vom Abstiegskandidaten zum Playoff-Teilnehmer geformt. Wie hat er das geschafft?

Durch kontinuierliche Arbeit Tag für Tag. Er hat dem Team ein System gegeben, das uns jeden Abend die Chance gibt, Punkte zu holen. Es gilt das Leistungsprinzip innerhalb der Mannschaft, ohne Wenn und Aber. Es ist klar, wer sich in welcher Situation wie zu verhalten hat. Der Teilerfolg der letzten Saison hat unseren Glauben an die Playoff-Qualifikation gestärkt und mit noch mehr Arbeit und Willensbereitschaft haben wir dieses Teilziel erreicht.

 

Langnau hatte lange Zeit ein «Looser-Image», sich in den letzten Jahren aber sehr positiv entwickelt. Wie beurteilen Sie die Chancen, dass solche Erfolge künftig regelmässig möglich sind?

Es ist wie bei einem jungen Spieler, der eine gute erste Saison bestätigen muss. Das ist das schwierigste am Ganzen. Wenn wir auch künftig auf unsere Tugenden wie Opfer- und Kampfbereitschaft zurückgreifen und als Team auftreten, dann bin ich überzeugt, dass wir auch nächste Saison Erfolg haben werden. 

07.03.2019 :: Christoph Schär.
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