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Himmel und Erde verbinden
Langnau:

In der Ilfishalle fand am Sonntagmorgen der Festakt und der Gottesdienst statt. Musik und Tanz verbinden
Himmel und Erde.



Der Ökumenische Gottesdienst mit Roland Jordi, evangelisch-reformierter Pfarrer, und Annelies Camenzind, emeritierte römisch-katholische Gemeindeleiterin, wurde zweisprachig gehalten. Der Gesamtchor Bernische Trachtenvereinigung, der Posaunenchor Langnau sowie die Ländlerkapelle Ulmizberg umrahmten die Feier. «Musik und Tanz verbinden Himmel und Erde», sagten der Pfarrer und die Pfarrerin. 

Ausdruck lebendiger Seele

Zwischen der Lesung ertönte feierlicher Gesang des Gesamtchors, begleitet vom Posaunenchor. Sogar der Heilige Augustinus habe den Tanz gelobt, war an der Predigt zu vernehmen, der mit der Gemeinschaft verbinde und Ausdruck einer lebendigen Seele sei. Von diesem Kirchenlehrer stammt der Ausspruch: «Oh Mensch lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen!»

Nach Predigt und Segen erklang unerwartet lüpfige Ländlermusik, und der Zug der Trachtenkinder marschierte ein. Jedes hielt eine Sonnenblume in der Hand. Wie bei den Erwachsenen auch, waren unterschiedliche Trachten zu sehen. Einige trugen die Berner Sonntagstracht, mitsamt Silberschmuck, andere die schlichte Gotthelf- oder Werktagstracht oder eine Variation. Leichtfüssig tanzten sie ihren Reigen: Ein ergreifendes Bild!

Symbol der Heimattreue

Es folgte die feierliche Übergabe der Fahne durch die Delegation von Herzogenbuchsee, wo vor 15 Jahren das letzte Kantonal-bernische Trachtenfest stattgefunden hat, an diejenige von Langnau. Dazu wurde der Fahnenmarsch intoniert. Die Fahne der 1929 gegründeten Bernischen Trachtenvereinigung, sagte OK-Präsident Hansruedi Spichiger, sei ein Symbol der Heimattreue und Verbundenheit. 

Vreni Kämpfer, Obfrau der Berner Vereine, lobte die Vereinstätigkeiten: Lieder und Tänze lernen, ein Theater einzustudieren, das halte Gedächtnis und Körper fit, sagte sie.

Der Präsident der Schweizerischen Trachtenvereinigung, Roland Meyer, sagte, Tracht tragen heisse regionale Identität zu zeigen. Dieses Festtagskleid sei keiner Mode unterworfen, sei Spiegelbild der Tradition und kein altmodisches Museumsrelikt. 

Als letzter Redner überbrachte der Ehrengast, Regierungspräsident Christoph Ammann, noch die Grüsse der bernischen Regierung. Unter den Klängen des Berner Marsches verliessen die Akteure das Ilfisstadion. 

04.07.2019 :: Gertrud Lehmann
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