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Hilfe holen, um Ideen umzusetzen
Emmental:

Am Informationsanlass «Emmentaler KMU fördern» zeigten die Referenten auf, wie den Unternehmen bei Bedarf
geholfen werden kann. Ihre Ausführungen waren praxisnah.



Gegen 30 Besucher, meist von Emmentaler KMU’s, liessen sich an einem Anlass der Regionalkonferenz Emmental in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Wirtschaft Emmental durch erfahrene Spezialisten über Coachings in Unternehmen informieren. Dabei ging es vor allem darum, wie Betrieben bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder geholfen werden kann. Zu Beginn der Veranstaltung gab David Kalensky, Projektleiter Standortförderung, eine Übersicht über die vielseitigen Möglichkeiten des Kantons Bern zur Förderung der KMU’s.

«Den Bären zum Tanzen bringen»

Roger Neuenschwander sprach über die Wichtigkeit von Innovation. Er ist Leiter des KMU-Coachings Beadvanced, einer Organisation, die im Auftrag des Kantons Bern Unternehmen bei der Geschäftsentwicklung unterstützt. «Innovationen können scheitern, wer aber nicht innovativ handelt, stirbt», leitete er in das Thema ein. Die Unternehmer hätten viele Ideen, seien aber oft allein auf der Suche nach einem Weg zur Umsetzung. Hier könne die Unterstützung durch einen externen, erfahrenen Coach weiterhelfen.

Was bringt ein KMU-Coaching in der Praxis? Hierzu berichtete Roland Loosli, CEO der Albiro AG in Sumiswald. «Zur Eröffnung eines Webshops für eine spezielle Produktelinie fehlte uns das Wissen. Ein Coach hat uns begleitet und wie ein Lotse auf einem Schiff Wege zur Umsetzung unserer Geschäftsidee aufgezeigt», führte er aus. Er habe dabei vieles gelernt, zum Beispiel, wer die Kunden seien und woher diese stammten. Diese Erkenntnisse hätten Anpassungen erfordert. Der digitalisierte Shop habe zwar erhebliche Investitionskosten verursacht, aber auch vieles vereinfacht. Das meiste laufe automatisiert und mit Bestellungen habe sich eigentlich nur noch das Personal im Lager zu befassen, schloss er seinen Erfahrungsbericht. Philip Morger vom Verein Swiss Global Enterprise (S-GE) berichtete über die Herausforderungen beim Einstieg in den Export von Gütern und Dienstleistungen. «Man muss die Marktmechanismen und Regulierungshemmnisse im angestrebten Exportland kennen und über vertrauenswürdige Partner verfügen, um nachhaltig einen wirtschaftlichen Erfolg erzielen zu können», führte er aus. Der Verein S-GE arbeitet im Auftrag des Bundes und betreibt weltweit an 27 Standorten bei den jeweiligen Schweizer Botschaften angesiedelte Stützpunkte mit Netzwerken. 

Alternativen zu teuren Marktanalysen

Philip Morger zeigte neue Wege der Exportförderung auf. Anstelle von langwierigen, teuren Marktanalysen könnten zum Beispiel die Teilnahme an einer branchenspezifischen Fachmesse weiterhelfen, oder auch Reisen ins angestrebte Exportland, Kontaktaufnahmen mit dortigen Netzwerken oder Testverkäufe über Onlineshops. Das könne rascher und mit weniger finanziellem Aufwand zu wichtigen Erkenntnissen betreffend Chancen und Risken eines Markteintrittes im Ausland führen, betonte der Exportberater. 



04.07.2019 ::
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