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Herzliche Gratulation
Auszeit:

Seit 50 Jahren gehen die beiden Hilfswerke «Brot für alle» und «Fastenopfer» gemeinsame Wege. Was vor 60 Jahren noch unmöglich war, das ist heute etwas ganz Normales. Mit Spannung lese ich jedes Jahr den gemeinsamen «Fastenkalender». So manches Zitat hat mich nachdenklich gestimmt und auch gestärkt. 

In den kommenden Tagen werden wir eingeladen, uns zu überlegen: «Welche fünf Dinge würden Sie mitnehmen, wenn Sie Ihre Heimat verlassen müssten?» In einer Zeit, da in den verschiedensten Krisengebieten Menschen gewaltsam vertrieben werden, haben sehr viele Menschen kaum die Möglichkeit, darüber nachzudenken. Sehr viele Menschen müssen Hals über Kopf alles verlassen, weil ein neues Regime an die Macht gekommen ist. Ich denke auch an die Menschen, die wegen einer Katastrophe ihre Heimat verlassen müssen. Ob Klimawandel oder Ausbeutung der Naturschätze oder ein Erdbeben ihr Gebiet erschüttert hat – sie sind froh, wenn sie das nackte Leben retten können. 

Trotz dieser düsteren Tatsachen lohnt es sich, darüber nachzudenken. Bei meinem Nachgrübeln bin ich zum Entschluss gekommen: «Doch, das Handy!» Jedoch, wenn es keinen Strom mehr gibt, was nützt es mir dann. «Die Bibel?» Ein spannendes Buch – jedoch mit dem Lesen allein habe ich noch nichts gegessen. «Materielles mitzunehmen – unmöglich!» Schlussendlich sind mir drei Dinge geblieben: Sie wägen nicht. Sie brauchen nicht viel Platz. Sie sind international. Sie sind gratis und brauchen trotzdem den ganzen Menschen: Ich würde die Hoffnung mitnehmen, dass ich jemandem begegne, der sich um mich kümmert. Ich würde den Glauben mitnehmen, dass ich irgendwo Menschen antreffe, die mich aufnehmen. Ich würde die Zuversicht mitnehmen, die mir hilft, mit meiner Hände Arbeit bei jemandem Hand anzulegen. Utopie oder doch Realität!

28.03.2019 :: Jakob Zemp
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