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Härdöpfu sy um 1830 es Gmües gsy
Härdöpfu sy um 1830 es Gmües gsy Vo Früecher:

Im Buech vor Frou Rytz vo 1830 isch o es Rezäpt für Schwarzwurzle. Die macht sie an sich genau so, wie mer die hüt o no choche. Was mi aber erstuunt, isch, dass si dene Schwarzwurzle «Artenfüfi» seit. Die Bezeichnig isch für mi nöi gsy. Usegfunge hani de im Idiotikon, dass im Basuländische dr Begriff «Artefifi» für d Schwarzwurzle syg brucht worde. 

I säuber ha die Schwarzwurzle no gärn. D Frou Rytz schribt no, dass die guet syge für chranki Lüt, de söu me aber nid e Mäuschwitzi mache, sondern mit Anke u e Fleischbrüeii aarichte. 

Härdöpfurezäpt sy i däm Chochbuech itze o drin – i de eutere Chochbüecher sy die no nid vorcho: I ha d Härdöpfu eifach bim Gmües gfunge, nid aus bsungeri Sorte oder sogar aus Grundnahrigsmittu ufgfüehrt. Es Rezäpt für Härdöpfustock isch bim Gmües aus Nummer 17 z läse. D Härdöpfu sy grob z rüschte, i drü bis vier Stück z schnide u mit Wasser u Sauz z choche, bis si ling sy. Drzwüsche wärde Zibele fyn gwürfelet, mit Späck aabratet u de mit Miuch u Wasser abglöscht. Ds Wasser vo de Härdöpufstückli wird abgschüttet u die Bitzli guet gstampfet. De chunnt die Zibele/Schpäck/Miuch-Mischig drüber. Aus nächschts wird das Ganze guet mitere Cheue verrüehrt. Wär wott, cha no Brotbrösmeli im Anke aaschwitze u drüber lääre. Das isch guet, Fleisch u Sosse chame da ruehig vergässe. O d Röschti isch scho erwähnt. Me het aber natürlech die kochete Härdöpfu fyn mit em Mässer müesse schniide – d Röschtiraffle isch ersch eso um ds Jahr 1910 erfunge worde. 

När hani no öppis ganz Spezieus gfunge: Härdöpfu-Pudding! Me nimmt Härdöpfu, no rou, u schabt die dürne Rüebehobu, direkt i früsches Wasser. Inere grosse Bratpfanne tuet me Anke uslaa u nimmt nachhär die Härdöpfuspän us em Wasser, tropfetse ab u tuetse de id Pfanne. Sauz, e chly Anke für obedruf u nachhär tou Nidle drüber. Die ganzi Ysepfanne chunnte de i ds Öfeli u me lat das schön gäub la wärde. 

25.10.2018 :: Hans Minder, Lokalhistoriker
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